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Mario und Steffi... sind fort ...com


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3. Bericht                                                         Fotos

20.10.2005
Hallo alle Lieben daheim

Wir sind mittlerweilen schon weit herumgefahren und im Moment in Uruguay in Salto, fahren aber gleich weiter nach Norden, zu den Thermen von Arapey (sollen leicht radioaktiv sein, wenigstens etwas aktiv....)

Irgendwann sind wir von Salta losgefahren und haben uns Richtung Embarcacion
aufgemacht. Irgendwie war der Wurm drin und wir hatten schon bald Regen. So wagten wir uns in den Nationalpark Callilegue, stroemender Regen und matschige Piste, aber das Flussbett trocken? wie lange noch? Wir campen mitten im Wald und mitten in den Tieren, Voegel und eine Art riesen Meerschweine luemmeln um uns. Leider ist auch das Holz nass und Mario hat keine / genuegend Nerven es trockenen zu lassen und so gibt es die
Koteletten aus der Bratpfanne. Schmecken auch gut. Der Regen klopft freundlich aber konstant auf unser Zelt, wir schlafen gut und lange und bleiben trocken. Der Park wuerde viel bieten, man koennte mit dem Ranger auf Jaguar Tour, aber wir sind nicht so unternehmungslustig wenn es regnet. Uebrigens der Fluss ist angeschwollen, wir pruefen mal grob den Weg, wo wir durch fahren koennten... Als es doch noch etwas nachlaesst, spazieren wir durch die Selva und lassen unser Zelt etwas trocknen. Weiter gehts, wir
wollen noch so viel sehen, und Iguazu ruft, hoffen wir dort auf Adriana und Pascal Baur mit Kindern zu treffen.

Unsere Strasse, die Ruta 81 ist befahrbar, kein Problem....!! LKW's fahren da ohne Schwierigkeiten durch...wir auch! Die Naturstrasse hat aber kaum Strasse, Loecher und Schlaege und hier war wohl ueberhaupt kein Tropfen Regen gefallen. Keuch - Hust- Staub, Staub, Staub ueberall, draussen und drinnen. Neben der miserablen staubigen Strasse bauen sie eine tip tope neue Strasse, teilweise sogar bereits asphaltiert....wird man etwas neidisch....

Von den vielen Tieren die man sehen sollte, sehen wir Papageien, Rinder, Pferde, Saeue....normal. Die Baustellen der Strasse vertreiben die Tierwelt, fuer uns aber praktische Schlafplaetze. Wir parken in eine Auffahrt rein und Mario entfacht ein schoenes Feuer mitten auf der neuen Strasse. Ploetzlich sehen wir am Horizont eine schwere Maschine....sie kommt schnell naeher und direkt auf uns zu...soviel zu unserem tollen Schlafplatz! Ich renne ihm entgegen und er haelt - und er entschuldigt sich noch, weil er uns nicht gesehen haette und faerht einen grossen Bogen um Marios Feuer, so lieb.
Morgens stehen wir frueh auf um ihm zu winken....prombt faehrt er bei uns durch und wir winken beide freundlich.

Heute (27.09.) hatten wir unsere erste gruendliche Polizeikontrolle, die Maenner waren freundlich und sehr interessiert an uns, sie schauten hinten rein und liessen sich unser Kochfeld erklaeren, schweizer Qualitaet, sie waren beeindruckt und wuenschten uns eine gute Fahrt.

Die 24 h Tankstelle war unsere Rettung, eine Dusche haben wir uns selten sooo gewuenscht, aber der Staub ist ueberall!! Wir fahren nach Restistencia, campen auf dem Camping Municipal und die Stadt gefaellt uns nicht. Sind alle in der Siesta, so ist es ruhig, aber ziemlich schmutzig. So bleiben wir nicht und fahren Mooren und Weiden entlang, viele Strommasten und LKW's, und heiss und tueppig. Die Lastwagenfahrer freuen sich an uns, sie hupen und winken, so macht es Spass. In Itzuagua wollten wir das grosse Wasserkraftwerk anschauen, aber Mittagspause...und die geht von 13:00 -16:30h..so lange wollten wir nun doch nicht warten, leider schlug die Suche nach einem Camping oder schoenen Rastplatz auch fehl und so bolzen wir noch ein paar Kilometer mehr nach Posadas!

Uff, hier holt uns das Wetter ein...Blitz und Donner und Sturm, huhu unser Zelt wackelt schoen!! Und er hat uns wieder, der liebe Regen! Von unserem Camping mitten in Posada
schauten wir ueber den Fluss nach Paraguay, wie es auch dort Gewitterte! Tja, wir koennen nun wirklich nicht auf gutes Wetter warten, sonst verpassen wir Adriana und Famillie, so fahren wir halt im Regen nach Iguazu. Die Jesuitenruinen und das Solar de Che, alle Sehenswuerdigkeiten lassen wir aus, aber eben...es regnet und da bleiben wir lieber am Trockenen!! Dafuer fahre ich zum ersten Mal...jupi, geht noch. Nach dem Fahrerwechsel sehe ich zur Belohnung einen schoenen Tucan, stolz streckt er seinen orangen Schnabel in die Luft, schoen. Wir campen auf dem Campin Viejo Americano und
suchen nach Adriana, telefonieren nach Buenos Aires mit ihren Eltern und trotz der Bemuehungen haben wir es nicht geschafft uns zu treffen. Schade, haetten doch schon ein Paeckchen gehabt, dass sie uns vielleicht in die Schweiz genommen haetten...speziell Marios Gitarre - jenu, so tischen wir sie von hinten nach vorne, und von vorne nach hinten etc. Wir beleiben in Iguazu bis wir blauen Himmel haben, wir schauen die Wasserfaelle nur bei Sonne an. (...wir haben ja Zeit) Dank dem Natelkontakt von Brasillien stoert uns das schlechte Wetter nicht, wir SMS'le viel und freuen uns an dem Kontakt mit daheim. Ist richtig spannend wer alles schreibt und wie schnell!! Dazu trinken wir Bier, viel Bier, zuviel Bier, wir gehen auswaerts Essen und trinken noch mehr Bier......o o o gibt also auch hier
Kopfschmerzen, aua. Als Mario nur einen Socken anzog, da war klar, dass auch er litt!! Und auf allen Kater scheint noch die Sonne, tja nicht mit dem ersten aber dafuer mit dem dritten Bus zu den Faellen. Man kann kaum beschreiben, was wir da sahen und hoerten. Die enormen Wassermassen stuerzen sich tobend und tosend in die Tiefe, die Gischt
stauebt einen nass und man versteht kaum das eigene Wort - eindruecklich. Von weitem hoerten wir bereits das Grollen und sahen die weisse Gischt wie Nebel ueber dem Wald, wir waren zu Fuss unterwegs, der Zug war zu voll und viele Menschen erlitten wir halt noch nicht...!! Die wunderbaren Schmetterlinge die wir sahen, so etwas Schoenes habe ich noch selten gesehen. Sie sassen in allen Farben und Groessen am Boden und als wir kamen, flogen sie auf und rund um uns herum, sie tanzten und umkreisten uns, so
froehlich und glaenzend, einfach wunderschoen. Immer wieder hatten wir das Glueck so umkreist zu werden, und das liess uns wieder gesund werden...... Wir verbrachten den ganzen Tag rund um und bei den Wasserfaellen, ich konnte mich kaum satt sehen. Wir goennten uns eine Parilla, essen bis zum Platzen....vom Salat- bis zum Dessetbuffett und natuerlich einen Grill.

Unsere Lieben daheim, wir sind gesund und munter, lernen nette Leute kennen und fuehlen uns wohl. Das Essen ist himmlisch und die Landschaften und die Natur sehenswert.

Die Fotos sind per Post unterwegs, bis Iguazu, desshalb schreibe ich mal bis hierher... Fortsetzung folgt....

herzliche Gruesse an alle und wir freuen uns ueber alle Informationen und Nachrichten von Daheim.

stephanie u mario mit Landy