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Mario und Steffi... sind fort ...com


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13. Bericht                                                         Fotos

16.11.2006

Wir haben die Grenze von Peru nach Ecuador einmal mehr problemlos geschafft und freuen uns am herrlichen grün. Wir schlängeln uns Hügel um Hügel hoch und bestaunen die farbigen Anbauflecken. Kleine Stücke Land sind bepflanzt und abgetrennt durch Zäune und Bäume. Das ergibt ein richtig buntes Muster. Von den Leuten sind wir sofort begeistert, sie helfen uns wo sie nur können und ebenso von den Preisen….. der Dollar ist hier Landeswährung und alle Artikel verlockend billig! Aber 8-tung, umrechnen und die Freude hält sich in Grenzen.

In Vilcabamba, auf Izclayluma bei Dieter, bleiben wir länger als geplant hängen….Wir lernen tolle Schweizer kennen und trinken und essen und plaudern ohne zu studieren frisch von der Leber weg auf Berndeutsch. Die Anlage ist ein Traum, herrliche Blumen, erfrischender Pool und wunderbare Aussicht.

Wir verlassen das Paradies und fahren durch landwirtschaftliches Gebiet, viele Kühe und Matten, herrlich. Der Duft von frischem Gras und Kuhfladen erinnert uns an daheim.

Die Strassen sind gut, aber schwierig ein Bisliplätzli zu finden, denn sie haben einen durchgehenden Strassengraben und keine Ausstellplätze.

Auf unserem direkten Weg nach Quito, übernachten wir auf 3100müm bei angenehmen Temperaturen im Auto auf einer Tankstelle. Gehen ins Restaurant essen und erhalten eine Suppe mit Hühnerkrallen…..schmeckt super fein, obwohl der Anblick nicht unbedingt appetitanregend ist!

Die Strasse ist nun maudpflichtig, aber super. So sind wir schnell in Quito. Vor der neuen kleinen Stadt stärken wir uns an einem Grillstand direkt an der Strasse. Wir hauen zu, Poulet, Koteletten, Steak, Blut- und div. Andere Würste, Salat, Gschwellti und Suppe. So genährt finden wir das Casa Helbling schnell und direkt….waren wir doch auf der Bus-Spur! Hier erledigen wir viel und treffen  Andrea und Martin und die Pajarito-Käufer Lia und Friedrich. Bald gesellen sich auch noch Sarah und Beat mit Josi dazu und wir verbringen amüsante, feurige und durstige Tage und Abende.

Sonntag angekommen und Montagmorgen schon auf der US-Botschaft. Hier wollen wir nun unser Amivisum beantragen. Wir geben unseren Fotoapparat ab und werden gescannt und schwupp sind wir mittendrin. Am Ventana A erhalten wir alle Papiere und natürlich die Information, wo wir die 100$ bezahlen dürfen…

Mit dem Taxi zur Bank und die nette Schalterdame will unser Geld nicht, ehe die Papiere ausgefüllt sind… na dann, wir erlauben uns bei Brigitte anzuklopfen, denn die detaillierten Fragen sind schon auf Deutsch schwierig und dann erst auf Spanisch! Das ganze Büro hilft und gibt uns  Ratschläge, kann also nichts mehr schief gehen. Wir erhalten auch unsere Spondylus Unterlagen und freuen uns wie kleine Kinder.

Jetzt hat die Dame in der Bank alles und man glaubt es kaum, sie will uns sofort einen Termin geben…wir lehnen dankend ab und wünschen das Vorsprechdatum nach unserem Galapagos Erlebnis.

Via Banküberweisung von daheim bezahlten wir die vielen Batzeli für eine 8 tägige Galapagos Rundfahrt. Brigitte Frank von Transcord, hat alles für uns super und reibungslos organisiert und uns angeboten, unseren Landy bei ihnen im Quartier stehen zu lassen. Sehr gerne nehmen wir das Angebot an, wir sind mal wieder bei den richtigen Leuten gelandet. Vielen Dank noch mal.

Mit unserem treuen und zuverlässigen Landy fahren wir in die Werkstatt, eine richtige Land Rover Garage, mit uralten Modellen – da lacht das Herz. Er wird durchgesehen und erhält neue Öle und ist wieder Top fit. Der Mech verlangt ganze 10$ und als wir ganz baff nachfragten verminderte er auf 8$... wir bezahlten die 10$!

Am 23. September 2006 besuchten wir mit Bern-Neuseeland.ch.vu die Mitte der Welt, die Midad del Mundo, den Äquator. An diesem Tag steht die Sonne direkt über dem Äquator und wirft kaum Schatten. Das heisst am richtigen Äquator wirft sie keine Schatten… so besuchten wir das Museum auf der echten 00`00 Linie. Diese hatten die Einheimischen schon vor langer Zeit ohne moderne Hilfsmittel richtig festgelegt. Hier machten wir verschieden Tests. So schaffte es Mario, ein Ei auf einen Nagel zu stellen, der direkt auf der Äquatorlinie eingeschlagen ist – und das Ei hielt.

Wir werden auf der Nulllinie absolut kraftlos, starke Arme können mit dem kleinen Finger besiegt werden, sofern der Gegner auf der Linie steht. Ebenso ist das Balancieren mit geschlossen Augen auf der Linie erschwert möglich, es zieht einen immer hin und her. Und wirklich eindrücklich, hier sehen wir keinen Schatten.

Nun bringen wir unser Auto zu Brigitte und Frank. Wir fahren den genannten Weg und kommen zum Tunnel…hier hängt ein Schild mit der Höhe von 2m10…über der einen Spur… nun, da passen wir nicht durch, doch die Strassenmarkierung ist schon durchgezogen, Einspur und es hat Hindernisse… mit unserem Geländewagen überfahren wir die Dinger und hoffen auf einen genialen Einfall! Drehen ist nicht möglich und stecken bleiben wollen wir schon gar nicht. Schon ist der Sicherheitswärter da und er klärt ab, ob wir nicht doch durch passen…

Natürlich, der Tunnel ist breit hoch und hell – kein Problem. Aber warum dieses Schild und nur auf einer Fahrspur?? Keine Antwort, aber noch unzählige offenen Fragen, die Verkehrsregeln sind hier ...anders!

Gut angekommen, herrlich erfrischt, fahren wir mit dem Bus zurück nach Quito und schlafen im Casa Helbling und frühmorgens auf nach Galapagos……….

 

Für uns waren die Galapagos Inseln etwas absolut einmaliges, unbeschreiblich Eindrückliches und wunderschönes, so dass wir speziell einen Bericht schreiben….um mehr tolle Fotos mitzuschicken.

 …traurig, alles schon vorbei….

Wir haben ein volles Programm, erst kommt unser Flieger zu spät und wir wollen unbedingt noch unsere Unterwasserfotos entwickeln und das Auto holen und Josi holen, schwärmen und Jack und Sam Ade sagen….

Wir benachrichtigen Brigitte und warten auf unsere Bilder. Natürlich entwickeln sie die Fotos nicht im ersten Geschäft…

Bei Brigitte erzählen wir und sind total glücklich. Gemeinsam fahren wir zu unserem daheim, das wohlbehütet auf uns wartet. Irgendein siebter Sinn oder die Dunkelheit…veranlasste uns ins Casa Helbling anzurufen. Wir haben uns anerboten, die kleine Hundedame Josi zu hüten, derweilen Sarah und Beat das Paradies Galapagos besuchen. Ab sofort ist campen nicht mehr erlaubt…wohin sollen wir dann gehen? Wir suchen nach Lösungen, Brigitte fragt Hotels an, denn eine Hundeübergabe am Flughafen frühmorgens scheint uns zu brenzlig. Sarah, ebenfalls alles andere als begeistert von der Lösung, nennt uns das FER-Reisen Hotel, die Adresse haben sie von Silvie und Bernard. Brigitte ruft an und dort dürfen wir mit Landy übernachten. So fahren wir nachts nach Quito. Auto hinstellen, Zelt aufbauen und ins Taxi zum Helbling. Wir treffen unsere Gruppe vollständig an und trinken ein Glas Wein und plagieren natürlich so richtig. Dann los, wir brauchen noch etwas Schlaf, denn morgen ist unser grosser Tag auf der US Botschaft.

Josi kommt problemlos mit, und die lieben Chinesen sind „schon“! im Bett…so hinterlassen wir eine Nachricht und die Foto-Cd.

Josi schläft im Auto und wir im Zelt, sie quietscht eine lange Weile, kraxelt überall rum und akzeptiert dann ihr neues vorübergehendes Heim.

Unsere aufgedruckte Zeit ist 07:30h, mit einem Vermerk, dass man nicht früher als 30 Minuten dort sein soll…. aber die Menschenschlange vor der Botschaft, zeigt uns, dass diesen Termin niemand verpassen will! Geduldig werden wir ungeduldig, es ist halb acht und wir stehen immer noch irgendwo…obwohl uns der Wächter bereits gesagt hatte, dass wir einfach in der Kolonne warten sollen, fragen wir noch mal…natürlich dieselbe Antwort! Endlich sind wir dran, kontrolliert und drin. Nun geht es hier mit Nummern, aber das muss man zuerst wissen, so verschlafen wir ein paar und dürfen dann endlich zum Schalter. Fröhlich werden wir auf schweizerdeutsch angesprochen und plaudernd geben wir unsere Fingerabdrücke. Aufstellendes Erlebnis, kann ja nur gut gehen…und erneut warten wir auf unsere Nummer zum Gespräch….

Ein kleines Kitzeln im Magen, uff, was wollen sie wohl noch alles wissen? Der nette Herr fragt, ob wir das Visum wollen, weil wir länger als 90 Tage in den Staaten bleiben werden und wann wir denken heim zu gehen…und morgen um 3 können wir die Pässe abholen…keine fünf Minuten! Jupi.

Bevor wir zu „unserem“ Hundchen gehen, schauen wir schnell bei Lia und Friedrich vorbei, Neuigkeiten berichten. Im FER haben sie die weinende Josi aus unserem nicht abgeschlossenen Landy zum spielen mit klein Lili raus gelassen, sie ist also wohlauf. Und wir holen Schlaf nach…

Zu Besuch kommen Andrea und Martin und Lia und Friedrich, verbringen einen saugemütlichen Abend und sie hüten morgen kurz Josi.

Wäsche bringen und auf die Botschaft, und wir haben ein 10 Jahres Visum im Pass, cool nicht?

Ich liebäugle mit der Besteigung des Vulkan Cotopaxi, das heisst Höhenanklimatisation und wohl mehr Bewegung. Mario erwärmt sich gar nicht für dieses Unternehmen.

Nun fahren wir nach Riobamba, genauer zur Rudolf Kolping Berufschule. Eine Adresse, die wir von Pfarrer Schafft haben. Gabriele Errerd nimmt uns freundlich in Empfang und organisiert unseren Schlafplatz. Gemeinsam trinken wir einen guten Tropfen Wein, essen Käse und unterhalten uns sehr interessant. Wir dürfen am Morgen die Schule besuchen und die verschiedenen Werkstätten sehen. Sie ermöglichen den Bergkindern für ein minimales Schulgeld eine Ausbildung. Sie haben eine Töpferei, Weberei, Schreinerei und Metall, Mechanik. Die armen Kinder haben hier eine Möglichkeit theoretisches und praktisches Wissen zu erlernen. In der Schulküche werden sie gut ernährt und gestärkt. Oftmals die einzige Mahlzeit überhaupt. Die Schule ist fortschrittlich, aber alles kostet Geld und sie freuen sich über jede Spende. Wir finden die Schule eine nötige und gute Sache.
Falls jemand spenden möchte, bitte meldet euch bei uns.

Von der Schule aus konnten wir kurz den höchsten Vulkan, den Chimboraza sehen, doch er war grau statt weiss…

Ende August brach der Vulkan Tungurahua aus und verschüttete Häuser und Felder, seine Asche wurde x Kilometer weit getragen. Wir sind an seinen Fuss gefahren und kämpften uns durch Lavareste, Geröll und schlechte Wege. Die Luft war staubig und häufig sahen wir eingedrückte Hausdächer und schwarze Landstriche, die einen starken Kontrast zu den grünen Feldern boten. Wir folgten der Evakuierungsroute und waren bald wieder auf der Panam…eigentlich sagten wir einmal, dass wir keine Strecke zweimal fahren, deshalb fahren wir Riobamba<->Quito gleich dreimal!

Ein Abstecher ins Landesinnere zur Laguna Quillota auf fast 4000müm lohnt sich. Die Laguna ist riesig und schön blau, tief in den Krater gebettet. Da wir wieder mal etwas spät dran waren und keine Lust hatten auf dieser Höhe zu übernachten, machten wir nur eine kurze Wanderung dem Rand entlang, statt hinunter zu steigen oder ganz rund um zu laufen. Die Route war wunderschön, Hügel hoch und runter, hübsche Dörfer und viele Felder. Und so kam es, dass wir Samstagnacht auf einer Tankstelle im Zelt verbringen. Es blieb ruhig und angenehm kühl.

Mit Josi kamen wir leider nicht in den Nationalpark Cotopaxi, und der höchste aktive Vulkan zeigte sich uns nie wolkenlos. Da der Berg sich trotzig verhielt, verschieben wir die Besteigung auf unseren nächsten Ecuador Besuch…. Im Cuella de la Luna, campen wir im Grünen und laufen stundenlang mit Josi. Die Landschaft ist herrlich und wir fötelen Kuheuter!!

Rechtzeitig, vor dem Abflug von Andrea und Martin Richtung Asien, kommen wir in Quito an und dürfen den beiden noch Ballast mitgeben – sie schicken ein Päckli in die Schweiz und es fehlen ihnen ein paar Kilos, da helfen wir doch gerne…ein Bierchen zum Abschied und dann bis später!!

Wir vermissen etwas, irgendwie haben wir das Gefühl etwas muss gehen, zu wenig los bei uns. Also spielen wir Chimba: wenn Angelika in Bogotà das Telefon abnimmt und uns gerne sieht, dann reisen wir nach Kolumbien, wenn nicht, verschiffen wir in einer Woche von Ecuador, Manta nach Panama, Panama City….. und sie nimmt ab und freut sich und wir auch und wir fahren nach Kolumbien!

Und die zeit vergeht schnell, schon sind Sarah und Beat wieder da. Unglaublich, aber ihnen haben die Galapagos auch super gefallen….

Die Beiden laden uns fein zum z Nacht ein, das wir an der Plaza bei fetziger Musik geniessen. Wir chatten mit Anita und Roger, zwei Stunden Herumgeblödel und gar nichts Ernstes kommt raus – macht enorm Spass.

Fahren in die Stadt und kaufen einen Panamahut, super fino. Nur trage ich ihn nicht, weil ich Angst habe ihn zu verlieren…und weil es aus Kübeln regnete, nahm uns kein Taxi mit und im Supermarkt verkaufen sie wegen der Wahlen keinen Alkohol….so bleiben wir brav.

Dann verlassen wir Quito und zugleich Ecuador, vier Berner, zwei Land Rover und ein Hund machen sich auf den Weg nach Kolumbien.

Es regnet und wir fahren den ganzen Tag. Die Einreise ist schnell erledigt und wir erhalten einen Ratterstempel für 60 Tage. Für das Auto brauchten wir fast zwei Stunden, von allem Kopien inkl. Einreisestempel, wofür wir wieder über die Brücke, unter dem Regen durch, nach Ecuador zum Fotokopienlädeli liefen. Als wir alle Kopien hatten, kriegt der Zöllner sein Formular nicht aus dem Computer. Nach mehrmaligem „Señor“ rufen, spuckte der Drucker die richtigen Papiere aus. Wahrscheinlich hatte er endlich die richtigen Tasten gedrückt…

Keine weitere Autokontrolle.

Beat hat Dollar in kolumbianischen Pesos gewechselt und wurde grosszügig beschissen…keine paar Minuten in Kolumbien und schon um paar Tausend Pesos ärmer.  Fremde Noten und die 1000er und 10000er sehen fast genau gleich aus…..

Unsere erste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz des Hotel Masquere
N048.969 W77 39.510, gleich nach der Grenze. Sie baten uns um Restaurant Benützung, machen wir gerne, aber das Essen war nicht sehr gut, eher sehr schlecht!

Wir fahren durch Schluchten und Täler, über Hügel und entlang saftigen grünen Wiesen mit grasenden Zebu Herden. Sehen einfache Hütten und meist schwarze Menschen. Die Panam führt durch Dörfer und Städte und an unzähligen Militär- und Polizeiposten vorbei. Die Strasse ist sehr gut – dafür löhnen wir entsprechend…ca. alle 30km happige Mauds!

Ein lockender Pool lacht uns entgegen und wir dürfen da campen N204.433 W77 39.510. Die brütende Hitze lässt uns schwitzen und lädt ein zum Nichts tun, ja nicht bewegen. Wir kaufen teures Bier und Fleisch und grillen. Wir Frauen backen Brot und die Männer spielen Schach, baden, lesen, abends spielen wir Schufledame. Ein Trinkspiel…alle Flaschen müsse leer…Hicks.

In Popayàn finden wir endlich einen Bankomaten und einen Supermarkt, Exito. Füllen unsere Vorräte auf, die Leute sind sehr freundlich und wir geschockt von den Preisen – ziemlich teuer Kolumbien.  Und wir fahren von Maud zu Maud, die 100tausende von Pesos schwinden schon schnell…

Mit dem Stadtplan aus dem Footprint finden Beat und Sarah das Schweizer Konsulat. Bei Enrique geniessen wir herzliche Gastfreundschaft und erkunden Cali. Wir sitzen in einem Beizli und beobachten die Menschen rundherum. Wer verdient hier wohl sein Geld mit Drogen? Welcher könnte ein Killer vom Cali-Kartell sein? Alle diese Vorurteile von Kolumbien gehen uns durch den Kopf, haben wir doch zuviel gelesen? Killing Pablo, die Geschichte vom Drogenkönig Pablo Escobar, ging unter die Haut. Aber wir lesen ja auch Chimba, ein etwas anderes Reisetagebuch aus Kolumbien. Eignet sich auch bestens als Reiseführer. Und unterhalten uns mit den Einheimischen, alles nette und ehrliche Menschen. Wie überall ist ein kleiner Teil kriminell, aber genau das wird weitergesagt.

Unsere Reise geht weiter und es ist und bleibt heiss, wir schwitzen und hecheln! Vor Armenia finden wir eine Anlage mit dem Namen Las Vegas N428.311 W75 02.435, hier campen wir und duschen mit kaltem Wasser, das uns heiss erscheint. Trinken kühles Bier, feuern und kochen Spaghetti Milanese mit Salat und es geht uns sehr gut.

Kein Ausschlafen mehr, die Hitze prellt uns aus dem Zelt. Wir fahren eine enge Bergstrecke mit extremem Lkw Verkehr. Wir kriechen den Berg hoch und schauen ungläubig zu, wie und wo überholt wird – man sieht nichts…aber gestern ist ja auch keiner entgegengekommen..!!!??

Der Pass scheint unendlich und natürlich stecken wir auch noch bei einem kleinen Unfall fest. In Kolumbien wollen wir nicht nachts fahren und wir übernachten im Apart-Stundenhotel…N425.319 W75 45.488

Das Heisswasser kann nicht mehr zugedreht werde und so stellen sie es einfach ab! Keine Dusche mehr! Auch lese ich einen komischen Ausschlag auf Armen und Gesicht auf… aber nicht jammern, wir haben einen sicheren Schlafplatz. Da die Abrechnung nach Stunden ist, fahren wir schon zeitig um sechs los, unser Ziel Angelika in Bogotà.

Da sind wir, mitten in Bogotà. Treffpunkt ein Einkaufstempel, das Unicentro. Wir werden zu einem bestimmten Eingang geschickt und gründlich kontrolliert, mit Hund und Spiegel. Angelika kommt mit Freunden, Liliana und Xavier. Wir freuen uns sehr ein bekanntes Gesicht zu sehen. Gemeinsam fahren wir nach Hause und quartieren uns alle in Angies Stube ein. Kochen Cordonbleu, Teigwaren mit Erbsli und Rüebli.

Angelika führt uns durch die Stadt, Abendessen auf Caldera mit einer atembe-raubenden Sicht auf Bogotà by night, schlendern durch die Altstadt, besuchen das Goldmuseum mit seinen Schätzen, die Salzkathedrale in Zibaquirà; eine in den Hügel gehauene Kirche mit mengen von Kirchschiffen und Kreuzen, kühl, ruhig, salzig und eindrücklich, und lernen ihre Freunde und Bekannte kennen.

Sarah und ich dürfen mit in die Schule und lassen uns verwöhnen. Gesichtsreinigung und Massage, wundervoll. Natürlich muss/darf Angelika unsere Haare schneiden. Gelingt ihr super, merci vielmal.

Ein Besuch bei der Schweizer-Botschaft, wir wünschen Informationen und erhalten von einer unfreundlichen Frau den Rat, das Land sofort zu verlassen…  - aufbauend!

Helloween steht an und wir sind eingeladen bei Carolina und Alejandra zu feiern. Kostüme her…die Männer basteln Streitäxte und kaufen Schottenstoff, sie kommen als Braveheart, Angelika als Hexe, Sarah als Heidi und ich bin der Geissenpeterli. Der Abend gelingt, wir tanzen und trinken und haben eine Menge Spass. Genial gsi.

Nach einer tollen Woche verlassen wir Angie und Bogotà mit vielen Erlebnissen.

Runter aus den Bergen in die Hitze, wir schwitzen und der Land Rover von Sarah und Beat will nicht mehr. Wir schleppen sie ab in die nächste Garage und dort wird gemütlich geschaut. Die Benzinpumpe muss gewechselt werden, Mario hilft wo er kann.N512.879 W74 43.997

Der Lord rollt wieder, ab nach Medellin. Wir winden uns die Hügel hoch und runter und so geht es immer weiter. Weit und breit kein Schlafplatz in Sicht. So kommen wir vor dem Eindunkeln nach Medellin, viel Verkehr, das macht die Stadt nicht unbedingt sympathisch. Ein sauberes Parqueadero, doch leider dürfen wir nicht im Auto übernachten. Fahren zu den Lkw Parkplätzen, auch kein Platz für uns, aber draussen auf der Strasse sei es sicher….zu sicher unsicher für uns.

Nette Polizisten führen uns zu einem Hotel mit Parking, doch leider übersehen die Herren unsere Höhen…kein Hineinkommen, unterdessen ist es Nacht! Wir parkieren unsere Autos beim ersten Parqueadero und fahren mit dem Taxi ins „Polizei“ Hotel.

Wir laufen durch Medellin und suchen ein Internet, keines zu finden. In der Bibliothek werden wir fündig, aber auch hier können wir das Hornlinie Antragsformular nicht öffnen. Wir laufen durch die Fussgängerzone, über Plazas, entlang der Metro und haben keinen Fotoapparat bei uns!!

Alle haben wir genug von Stadt und so verlassen wir Medellin sofort wieder. Die freundlichen, hilfsbereiten Herren vom Parking schenken uns die Gebühr, eine super nette Geste.

Die Strasse führte immer höher und höher, nichts zu finden, um fünf fragen wir Polizisten nach einem Schlafplatz. Gleich hier neben der Tienda mit Nachtwächter und 24h Polizei, dürfen wir schlafen N656.929 W75 25.492. Sarah kocht Spaghetti und wir plaudern mit den Polizisten und trinken Bier beim Paisa. Hier oben (2000müm) ist die Temperatur endlich mal wieder angenehm kühl. Bald schon geht es talwärts und wir haben die Hitze wieder, in Pueblo Nuevo finden wir das Hotel el Posada, mit Pool und Hängematten N831.068 W75 30.509. Wir erholen uns! Schlafen, baden, hängen, lesen, spielen und grillen!

Uns zieht es nach Cartagena, Karibik und unsere Verschiffung. Das Land tut sich auf, sanfte Hügel mit Wald bedeckt und weite Sicht. Das Meer ist nah.

Wir empfehlen allen Reisenden Rastpausen an Tankstellen oder in Dörfern einzulegen, nicht auf offener Strasse…wir hatten da unser kleines Erlebnis.

Mitten im Urwald durften wir auf der Hazienda Mutate übernachten, fast unerträglich diese feuchte Hitze. Ausschlafen ist unmöglich, packen und nach Cartagena. Hier ein Schlafplatz zu finden entpuppt sich als sehr sehr schwierig. Die Parqueaderos haben keinen Schatten und keine Duschen, der einzige Camping hat zu tiefe Bäume und das Bellavista gefällt mir ganz und gar nicht. Wir schwitzen und suchen ein Internet, wollen recherchieren, wo andere Reisende übernachtet sind. Wir finden Daten von einem Parking mit Schatten, wollen dorthin, doch zuerst müssen wir Rad wechseln…das Ventil ist geplatzt. Heiss, heiss, heisser!!

Wir sagen dazu Chimba, denn so wurde unser Engel Mariana auf uns aufmerksam und half uns einen sicheren schönen Platz zu finden. Nun leben wir im Hotel ihrer Mutter in einem grossen Zimmer mit Klimaanlage und Parkplatz, gegenüber das Meer zu einem erträglichen Preis auf der nobel Halbinsel Bocagrande                         N10 24.404 W75 33.206.

Es ist gerade Hochsaison, die Misswahlen finden in Cartagena statt, alles ist voll und die Preise steigen! Wir gehen spazieren, essen und verbringen viel Zeit im kühlen Zimmer.

Mario und ich fragen uns, welch Teufel uns geritten hat schon soo früh in diese schwüle Hitze zu reisen, es bleiben noch 2 Wochen bis zur Abfahrt unseres Schiffes.

Und natürlich können wir während der Festwoche hier nichts erledigen.  Also besuchen wir die Altstadt und den Festumzug mit den Missen. Die Ausflüge zu den Inseln und nach Santa Marta lassen wir, wir haben Angst diesen Platz zu verlieren.

Sarah, Beat und Josi verlassen uns nach einer coolen/heissen Zeit und mindestens 15 gemeinsamen Flaschen Rum und zig Jassrunden Richtung Süden.

Wir räumen den Landy leer, putzen und packen. Die Verschiffung ist schnell organisiert, 1h bei Johnny, 30 Minuten beim Dian/Zoll, Tag später noch mal 1h bei Johnny für das Bill of Lading. Nun warten wir auf Montag und hoffen, dass alles auch wirklich so einfach vonstatten geht wie bisher. Am Landy müssen wir noch werkeln, Dachzelt abbauen, Wasserrohr und Leitern, und endlich den Reifen flicken!

Dann Verlassen wir Cartagena, Kolumbien und kuttern mit dem Frachter Horncliff, der Hornlinie nach Puerto Limon in Costa Rica.

Und wir sagen Südamerika wehmütig Auf Wiedersehen, Hasta luego. Nach 15 Monaten und 40`000km, keinen Unfall, gesund und munter und voller guter Eindrücke und Erlebnissen. Freundlichen Menschen und gutem Essen und Trinken, fantastischen Landschaften und herzigen Tieren.

Wir würden alles genau so wieder machen, es war / ist einfach megagigajupigenial!