15. Bericht
Fotos
Verschiffung
Cartagena, Kolumbien – Moin/Puerto Limon, Costa Rica Nr 15
Wir haben uns im Internet und bei Reisekameraden
informiert über die verschiedenen Möglichkeiten nach Mittelamerika zu
kommen.
Beinahe hätten wir mit den Mutanten und den Franzosen von
Manta, Ecuador nach Panama City, Panama mit transoceanica den Landy Ro/Ro
verschifft und wären geflogen. Preislich schien uns das sehr
interessant…… aber da war ja noch Angelika in Kolumbien und die
Hornlinie….!
Wir haben bereits mit Frau Güttel in Hamburg gemailt und die möglichen
Schiffe und Daten mit freien Kabinen erhalten. Und uns in Kolumbien für
diese Variante entschieden. Es war etwas schwierig in den Internets von
Kolumbien das Anmeldeformular zu öffnen, so waren wir sehr knapp mit
buchen. Unsere tolle Bank in der Schweiz regelte die Bezahlung – und
schwupp die wupp hatten wir alle nötigen Papiere in unserem
Mail-Briefkasten. Danke dem modernen Computerzeitalter…und kompetenten
Mitarbeitern.
In Cartagena angekommen, konnten wir nichts erledigen. Es waren gerade
die Misswahlen und der Unabhängigkeitstag (11.11.xxxx) – eine Woche
feiern!
Wir genossen unser Zimmer mit Klimaanlage………..
Der Ablauf war fast zu einfach und kostete uns schlussendlich noch 50$ -
Johnny unser Agent jubelte uns Alvaro als Helfer unter…natürlich ohne zu
erwähnen, dass wir den noch bezahlen müssen! Egal, sicher ist, er hat
uns sehr geholfen und so bezahlten wir mit wenig Murren die
unverschämten 50$! Und natürlich noch eine Gebühr, für das Gewicht, Auto
oder die Benutzung….irgendwas halt, von 100'569.- Pesos – nach
Verhandeln, natürlich…!
So waren wir erst bei der Migration, Ausreisestempel und
schon am Hafen, ausgerüstet mit zig Fotokopien und Formularen und ganz
zu schweigen der vielen Unterschriften die ich geben durfte…beherrsche
meine Unterschrift nun wieder…!
Mario fährt unseren sauber gewaschenen und peinlichst
aufgeräumten Landy in das Hafenareal. Dort über nimmt ihn ein Arbeiter
und wir sollten diese Gebühr bezahlen…aber die Bank ist geschlossen,
erst um 14:00h wieder.
So beziehen wir unsere Kabine auf unserem Schiff, der Horncliff. Wir
sind freudig überrascht, die Kabine ist riesig, grosses Badezimmer, zwei
Betten, Schreibtisch, Sofasessel, eine Schminkecke mit grossem Spiegel
und zwei Fenstern. Herrlich, so lässt sich auf hoher See leben. Die
Mannschaft begrüsst uns freundlich und wir fühlen uns sofort wohl.
Wir verlassen das Schiff und draussen wartet Alvaro! …er hat wohl doch
ein klein wenig ein schlechtes Gewissen…und bringt uns zur Bank und
zurück zur Horncliff.
Nun beginnt das Warten, der Landy wir zum Schiff gefahren und wartet
auch…
Bisher keine Kontrolle, weder Polizei-, Zoll- noch
Drogenkontrolle…? …auch recht.
Wir werden zum Tee gerufen, trinken Kaffee, essen Güezi
und belegte Brote – uns geht es gut!
Später kommen die Passagiere an Bord, unsere
Tischgenossen begrüssen uns persönlich und die anderen winken.
Und wir warten auf den Verlademoment…ein Polizist dreht
mehrmals seine Runde und schaut immer wieder sehr interessiert unseren
Landy an…
Bald sind zwei auf dem Motorrad und halten direkt vor
unserem Daheim. Wir ersparen ihnen die Suche und Fragerei und gehen zu
ihnen. Freundlich gsprächlen wir miteinander und der jüngere schaut sich
die Kleider- und Esskisten an. Das war’s, keine fünf Minuten und kein
Protokoll, Auto sauber und frei zum Verladen… also warten wir weiter.
Mario freundet sich mit einem Arbeiter an, stellt sich später heraus,
dass er der zweite Offizier und für die Verladung verantwortlich ist.
Mario erzählt ihm von unserer Reise und unserem Auto und er nimmt sich
alles zu Herzen.
Wir werden gebeten pünktlich beim Abendessen zu sein,
heute ist ein Geburtstag. Also duschen, Wäsche waschen und pünktlich
unseren Posten verlassen zum Essen. An der Bar, übrigens eine hübsche
Bar mit freundlichem grossen Aufenthaltsraum, sitzen unsere
Mitpassagiere und stossen schon an. Wir stellen uns knapp vor und essen
super. Das Geburtstagskind, Walter offeriert Wein und es gibt eine
leckere Schwarzwälder-Torte…mmmhhmmm. Da kommen wir ja mal wieder genau
richtig!
Wir legen der Mannschaft noch mal ans Herz, dass sie uns rufen, sobald
der Landy auch an Bord darf…und sitzen in der gemütlichen Runde.
Unterhalten uns super, erzählen und schwärmen den lieben Leuten die
Ohren voll. Es wird später und später, dann endlich der groosse Moment.
Der Landy wird nach hinten gefahren und wird mit einer stabilen
Hebeplattform an Bord gehoben. Wir machen die Herren noch mal auf unser
Zelt und die Höhe aufmerksam…don’t worrie, meinen sie und so vertrauen
wir.
Alles geht gut und wir lassen den Abend glücklich bei
tiefer gehenden Gesprächen ausklingen. …!
Nun sind wir auf hoher See. Von 7:30 – 8:30h Frühstück, (Käse, Fleisch ,
Eier, Anke u Gonfi, Cornflakes u Müesli, Yoghurts Kaffee u Tee u Milch…)
11:30 – 12:30h Mittagessen (Vorspeise, Suppe, Hauptgang und Dessert),
15:30 – 16:30h Tee/Zvieri, 19:30 – 20:30h Abendessen (Vorspeise,
Hauptgang)
Schlafen tun wir super, die Abende verbringen wir in
netter Gesellschaft mit guten Gesprächen und Wein. Mario liegt viel, da
es doch schaukelt und spielt auf dem Computer Der Fluch der
Karibik…passend!!! Ich geniesse den Wind und das Meer und staune wie
handlich und schnell die Container um-be-entladen werden und rieche den
Duft der Bananen und Ananas. Wir plaudern mit unseren Passagieren und
lernen viel über die Seefahrt.
In Turbo werden die Bananen in kleinen Booten zum Frachter auf hohe See
gebracht. Das Schiff wird von Tauchern kontrolliert und ebenso sind auf
dem Schiff alle Schränke und Türen versiegelt… An Bord sind Wächter und
Drogenhunde, schärfste Massnahmen gegen die Drogen.
Vor Moin, unserem Zielhafen liegen wir zwei Tage. Es stürmt und der
Hafen ist geschlossen. Kommt uns zu Gute. So bleiben wir länger an Bord
mit den lieben Menschen und geniessen die gute Küche. Am Samstag laufen
wir ein, und dürfen noch bis Sonntag auf Schiff bleiben – super, doch
können wir erst am Montag unser Auto aus dem Hafen holen…
Helene, sie kommt mit uns nach San Jose, sie organisiert
ein Hotel und wir warten auf unsere Auto…wieder Warten, bis der Entlade
Moment kommen wird…
Wir beobachten mit bangem Herzen den Entlade Vorgang von
Neuwagen…die Schaukeln ziemlich!!
Mario gesellt sich zu den Staplerfahrern und will unser
Landy vom Boden aus fötele… er plaudert und unterhält sich gut. Ich
beobachte das ganze von ganz oben…
Endlich ist es soweit. Der Schiffskran senkt die Netze zu
unserem Landy, und er schwenkt hin und her, hebt ein wenig an und sinkt
gleich wieder…dann wird Mario gerufen. Er muss in den Verladeraum…unser
Landy, wenn nur alles gut geht. Dann nach einigen langen Minuten schwebt
er ganz schief über den Schiffsrand und wird vom Kranführer sanft auf
den Boden gestellt. Uff, wir schnaufen aus. Unser zweiter Offizier holte
Mario und wollte sicher gehen, dass alles gut läuft. Sie konnten ihn
einfach nicht ins Blei bringen, Mario hätte das Gewicht umteilen sollen,
doch das geht nicht, unser Landy ist einfach schief!
Mario begleitet den Hafenarbeiter zum Abstellen und will
den Schlüssel, bekommt er aus Sicherheitsgründen aber nicht. Nun hoffen
wir auf den Montag, dass der Zoll keine grosse Sache ist.
Den Einreisestempel für Costa Rica erhalten wir direkt
auf dem Schiff.
Am Sonntag montiert Mario das Dachzelt und wir verlassen
unsere Horncliff mit den netten Passagieren und der hilfsbereiten
Mannschaft. Es war super schön, wir genossen unsere erste
Frachtschiffreise sehr. Mit dem zweiten Offizier, ein Russe, halten wir
hoffentlich den Kontakt.
Im Mar y Luna, doch eine Art Stundenhotel…verbringen wir zwei Nächte.
Am Abend lassen wir uns von Fernando nach Puerto Limon in ein Restaurant
zum Essen bringen und dann zurück ins Hotel zum Schlafen. Verabreden uns
für den Morgen.
Montag, eine Woche später…schon wieder Papierkram… wie viele Kopien und
Unterschriften braucht es wohl heute??? Punkt acht rufe ich die
Schiffagentur an, uns fehlt noch das Bill of Lading – Johnny aus
Cartagena, sagte das werde nach Puerto Limon gemailt…! Doch hier weiss
der nette Herr von Nichts…Johnny, Johnny!
Ich bringe den Herrn soweit nachzufragen und rufe ihn
fünf Minuten später mit einer ziemlichen Wut im Bauch erneut an. Nö, er
weiss immer noch nichts, ich muss nach San Jose ins Büro der Hornlinie
anrufen… Unglaublich! Aber man tut’s! Herr Jonathan, sehr nett und
hilfsbereit klärt die Herren in Puerto Limon auf! Wir fahren hin, und
natürlich sind unsere Papiere da!!! Oscar Herna übergibt uns unser Bill
of Lading und vier Dossiers mit allen nötigen Kopien (Pass,
Einreisestempel, Fahrzeugausweis, Bill of Lading) und fährt uns zur
Versicherung… etwas gut machen??
Wir schliessen eine Versicherung ab, die nette Dame macht
uns sofort die gewünschten Kopien und zu Fuss zum Zoll. Der junge
Zöllner, extrem motiviert…!... füllt gemütlich unsere Temporäre
Einreiseerlaubnis fürs Auto aus…uns es fehlt eine Kopie!! Den
Einreisestempel von Mario haben wir vergessen, er wird als Fahrer
notiert. Je nu so de, suchen wir einen Kopierladen auf und holen das
nach. Und kopieren auch die Einreiseerlaubnis viermal…für den Hafen! Und
es fehlt immer noch eine Kopie – die macht aber der junge Herr nun im
BüroJ!!
Fernando und Helene sind da, die beiden haben unterdessen die Postkarten
zur Post gebracht, haben wir den Horncliff-Passagieren versprochen. Im
Supermarkt kaufen wir ein und fahren in den Hafen…
11:30h, der Supervisor de Chequeo ist im Mittag, er kommt um 13:00h
wieder!
Wir plaudern mit den Arbeitern und warten! Kaum wird der
Supervisor gesichtet, sind die Männer schon bei ihm und machen ihm
Beine…wir haben schliesslich so nebenbei erwähnt, dass wir gerne
weiterfahren wollen…!!!
Der Herr erhält eine Kopie der Einreiseerlaubnis, kontrolliert die
Chassisnummer und holt unseren Schlüssel, dann füllt er einen Zettel aus
und wir sind draussen! Noch durch die Desinfektionsanlage und endlich
wieder frei!
Mario montiert das Wasserrohr und die Leiter und macht unseren Landy
startklar. Helene und ich lassen ihn in Frieden und machen mit dem
Hafenseguridad-Mann eine wunderschöne Kanaltour. Er ist sehr aufmerksam,
zeigt uns die gut getarnten Vögel und die stinkfaulen Faultiere,
grassgrüne Leguane und die kleinen Fledermäuse. Im Wasser spiegeln sich
die Tiere und Palmen, das Grün und die Ruhe sind sehr erholsam.
Zur Feier des Tages kocht Mario. Filet, zart und schmackhaft mit
Teigwaren und Salat und ein gutes Glas chilenischer Rotwein.
Nun sind wir bereit für Mittelamerika! Wir verstauen Helenes sieben
Gepäckstücke und fahren den ganzen Tag im Regen nach Alajuela. Im Casa
del Suizo wollen wir eine Nacht bleiben und Helene ihre Weiterreise nach
Aruba organisieren.
Wir finden den George Stöckli nicht auf Anhieb…fragen auf
der Shelltankstelle nach dem Weg und treffen Lionel und sein Fahrrad mit
Schweizerflagge…
Gemeinsam wollen wir ins Casa del Suizo, der arme Lionel
strampelt unserem Landy hinterher…leider sind wir voll bepackt und
können ihm kein Gepäck abnehmen, und es regnet und dazu haben wir keine
Ahnung wohin… also lassen wir ihn und holen ihn ab, sobald wir wissen
wohin! Nicht so einfach, und so rufen wir Schorsch an und er holt uns
spontan alle ab. Bei ihm plaudern wir und bestellen Pizza, schauen Fotos
an und tauschen Karten, wobei wir viel mehr profitieren. Lionel hat in
sieben Monaten 24'000 km erstrampelt, von Zürich nach Russland – von
Anchorage, Alaska bis Alajuela, Costa Rica – Chapeau! …und weiter geht
es immer südwärts….
Wir verabschieden uns von Helene, Lionel und dem Casa del Suizo. Allen
alles Gute. Und wir fahren mit unserem Landy los…
Verschiffungsablauf:
Informationen von Reisenden im Gespräch und im Internet
zusammentragen.
Sich entscheiden von wo nach wo….
Wir unsererseits entschieden uns für die HORNLINIE
www.hornlinie.de von Cartagena, Kolumbien nach Moin / Puerto Limon,
Costa Rica.
-
weil wir unseren Landy auf dem gleichen Schiff begleiten
konnten, er als Fracht und wir als Frachtschiffpassagiere
(andere:
www.transoceanica.ec, Manta Ecuador – Panama City, Panama, RoRo und
Flug, kann auch kurzfristig gebucht werden, Ana sehr nett und
hilfsbereit; div. Containermöglichkeiten)
Die Buchung erfolgte per E-Mail mit Frau Sabine Güttel in
Hamburg. Es war dank ihr ein Kinderspiel. .. wir waren nicht so
entscheidungsfreudig und buchten definitiv erst drei Wochen voraus…
Bezahlung
erledigte
unsere super Schweizerbank Raiffeisen. Merci Wale.
In Cartagena, meldeten wir uns eine Woche vorher bei Johnny Garay
L dem Agenten der Maritrans Ltda., Edificio Caja Agraria Piso 3 (bei uns
war es neben der Baustelle…kann ja noch ein paar Jahre dauern..) dem wir
eine Bezahlungsbestätigung vorlegen mussten, Ticket genügte.
Johnny stellt uns ein Schreiben für die Aduana aus. = hier wäre
es am besten, gleich die Daten für das Bill of Lading
anzugeben…entscheidet leider der liebe Johnny!
Mit dem Schreiben für die Aduana DIAN mit dem Taxi hin,
Stadtteil Manga, Calle 28 Ecke Carrera 26, einfach 5000 Pesos.
Richtiges Büro suchen…und fragen! Wir mussten draussen beim Schalter
Exportaciones Kopien abgeben von: Maritrans Schreiben, Pass,
Passeinreisestempel, Autozulassung und temporäre Einfuhr von Kolumbien
Erhielten auf dem Maritrans Original einen Stempel und eine Laufnummer.
Damit zurück zu Johnny von Maritrans.
Daten für das Bill of Lading angeben: Fahrzeugdaten,
Masse und Zubehör – wir füllten ein Papier aus. Das Auto wird
nachgemessen, bei uns am Abfahrtstag!
Johnny versicherte uns, dass die Bill of Lading per Mail
nach Costa Rica gesendet wird.
Das waren 2 1/2h Vorarbeit…nun warten wir auf den
Abfahrtstag und hoffen es geht so reibungslos weiter…
Abfahrtstag
morgens um acht, standen wir mit dem Auto in der Nähe von Maritrans.
Johnny organisierte uns einen Fahrer zur Migration
…und weiter… und mass das Auto.
Mit Alvaro zum Flughafen, erhalten ohne Umschweife
unseren Ausreisestempel.
Hinter Alvaro her zum Hafen, Terminal Contecar,
kurz nach der hoffentlich letzten Maudstelle in Kolumbien rechts…!!!!
GPS Daten, falls ihr keinen Alvaro habt: N10’22,589
W075’30,399
Nun wurde es sehr kaotisch…Tipp, bringt genügend
Kopien der Pässe mit Kolumbienstempel und Autozulassung mit temporärer
Einfuhr in Kolumbien und dem Maritrans Schreiben mit…aber man muss
sowieso noch Kopien machen gehen…
DIAN:
Maritrans Schreiben und Kopie der temporären Einfuhr in Kolumbien
abgeben, der Mitarbeiter kommt raus und schaut das Auto von aussen an.
Fragen welches das nächste Fenster ist,
welches Formular ausfüllen und unterschreiben und natürlich kopieren…!
…uns half Alvaro, er fragte und drückte ungeniert vor – so sind wir
schnell durch den Papierkrieg.
Mit dem Formular Autorizacion, mit sämtlichen Auto
und Personendaten,
fährt Mario um 11 Uhr den Landy über die Waage ins
Hafengelände. Gibt den Schlüssel einem Hafenarbeiter und drückt
einen Fingerabdruck auf meine Unterschrift. Tschüss Landy.
Wir erhalten einen Zettel den wir im Gebäude drin in eine
Rechnung schreiben lassen mussten, Facturaciones…
8-tung, kann nur in Pesos bezahlt werden und
aufpassen wie viel sie verlangen! Bei unserem kleinen Landy wollten sie
150'000 Pesos, da wir aber nur 100'000 Pesos dabei hatten wurde
gehandelt! Erfolgreich bezahlten wir die 100'000 Pesos für 2’780kg –
Alvaro staunte nicht schlecht!! Sogar am Zoll lässt sich feilschen!
Zahlen muss man auf den Bank im selben Gebäude,
die leider von 12-14Uhr Pause macht.
Alvaro verlangte für seine Dienste 50$, wir fanden den
Betrag unverschämt und waren verärgert, denn Johnny hat davon nichts
gesagt und wir nicht gefragt! So bezahlten wir und waren insgeheim sehr
froh, ihn gehabt zu haben.
So bezogen wir derweilen unsere luxuriöse Kabine auf der
Horncliff und erholten uns von den Strapazen!
Halb zwei machten wir uns auf den Weg zur Bank und siehe
da, Alvaro wartet…
Wir bezahlen die 100'000 Pesos und müssen mit der
Quittung noch mal zu einem Schalter, dann endlich alles erledigt. Zeit
14:15h!
Unser Auto wurde dann vor die Horncliff gefahren. Ein
aufmerksamer Polizist kurvte mehrmals mit seinem Motorrad an unserem
Landy vorbei, als er in Begleitung erschien, stiegen wir zu ihnen
hinunter. Sie schauten mehr gelangweilt in unser Auto, kontrollierten
vier Kisten ein wenig Plaudern und nach fünf Minuten war alles vorbei.
Wir verbrachten die Wartezeit mit Essen und Trinken und
die Mitreisenden kennen zu lernen.
Um Mitternacht wurde unser Landy sehr professionell
verladen.
Nun hoffen wir auf eine lange Reise…die es auch wurde. 6
Tage an Bord!
Costa Rica, Moin
Der Ausladevorgang verläuft sehr ruhig und professionell,
wieder nach Mitternacht war unser Landy an der Reihe.
Sonntag, Zoll geschlossen, wir quartierten uns im Mar y
Luna (Stundenhotel, Klimaanlage, ca. 15$)
GPS: N 10’00,169 W 083’04,483 mit Parkplatz ein.
Montag, telefonieren in die Del Monte Agentur, und
keiner weiss etwas von unserem Bill of Lading…wir kriegen eine schöne
Wut auf Johnny…
Nach einigen Telefonaten, auch nach San Jose in die
Hornlinie Agentur, hatten wir den zuständigen Herrn gefunden…natürlich
in der Agentur Del Monte!! …wenn man doch miteinander reden würde…!
Wir haben unseren Chauffeur Fernando angestellt, mit uns
von hier nach da zu fahren – für den ganzen Tag 15$ Papierkram,
Einkaufen, Post etc.
Del
Monte in Limon,
händigen den Pass aus und erhalten drei Originale des Bill of Lading.
Der nette Herr kopiert uns gleich vier Dossiers mit: Pass und Stempel,
Führerausweis, auch von Zweitfahrer, Fahrzeugausweis und Bill of Lading.
Zur Versicherung INS, muss abgeschlossen werden.
Kosten für drei Monate 5'193 Colon = 11$. Am besten gleich zwei Kopien
machen lassen…
Nun zur Aduana, am Ende der gleichen Strasse.
Original Papiere vorlegen von beiden Fahrern: Pässe,
Fahrzeug-, Führerausweise und Bill of Lading
Erstellt eine temporäre Einfuhrbewilligung – die man im
Dorf kopieren muss…obwohl sie einen Kopierer im Büro haben, Charme
spielen lassen, unser hat nicht gewirkt!
Mit allen Papieren zurück an den Hafen. Den
Supervisor de Chequeo verlangen. Dieser Herr kontrolliert das Auto, in
unserem Fall nur die Chassisnummer und hinausfahren.
Desinfektion,
kostet 1'817 Colon und f r e i!
Kosten:
Hornlinie:
-
Passagierfracht pro Person: 348 €
-
Hafengebühren pP: 80 €
-
Autofracht: 65 $ pro qm3 bei uns 1081 $ ( 4.4x1.8x2.1 )
„Schlepper“: 50 $
Gewichtsgebühr: 43 $ ( 100'000 Pesos)
Versicherung Costa Rica: ~11 $
Desinfektion: ~ 4 $
Diverse Kopien: ~ 1 $
Diverse Taxis: ~ 30 $
Willkommen in Mittelamerika
Im Grossen und Ganzen war alles eigentlich einfach, etwas
nervig die tausenden von Kopien und Millionen von Unterschriften.
Herzlich danken wir Christine und Jürgen von
www.panamericana-abenteuer.de, die uns mit ihrem super Beschrieb
sehr geholfen haben.
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