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Mario und Steffi... sind fort ...com


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6. Bericht                                                         Fotos

Puerto Deseado – Ushuaia, südlichste Stadt der Welt 

Hola juntos

 Wir melden uns mal wieder und haben natürlich viel zu erzählen....

Entlang der Atlantikküste  fuhren wir bis Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt (noch..., die Chilenen wollen eine Strasse bauen und ca. 2010 Puerto Williams so nennen..) Windschutzscheibe!,  feierten am Lago Yehuin Weihnachten mit Laurent und Sarah (Laurent und ich haben zusammen die Stifti bei der BLS gemacht), erhielten Besuch von Rahel und Frank (Rahel ebenfalls BLS) und feierten mit zig Schweizern im Nationalpark Tierra del Fuego Silvester....

In der schönen Umgebung von Puerto Deseado übernachteten wir an der Caleta Tiburon,  windstill mit toller Aussicht. Früh standen wir auf und packten zusammen, unser heutiges Ziel waren die versteinerten Wälder in der Steppe von Santa Cruz. Wir waren von Sarmiento so beeindruckt, dass wir diese unbedingt besuchen mussten. Dank der Polizeikontrolle fanden wir die richtige Abzweigung...wie schon öfters – ifach mengisch nid fähig!!

Die versteinerten Bäume waren wieder mal toll, mächtige Stämme liegen da herum und lassen sich bestaunen. Einige Bäume waren einmal mehr als 100 Meter hoch und tausende von Jahren alt, und nun 150 Millionen Jahre später kommen sie versteinert zum Vorschein. Eindrücklich. 

Steppe ist Steppe, kein Baum, nichts, und im Park durften wir nicht übernachten, das hiess nochmals ca. 230 km bis San Julian weiterfahren. Ich schlafe nebenan und Mario und der Landy tuckern Kilometer für Kilometer. Angekommen in San Julian, auf den Campinplatz, grillen wir und gehen müde ins Bett. Wir erhalten eine freien Tag, denn das Wetter erlaubt uns den ganzen Tag herumzuliegen und das Internet zu besuchen.  Wir sind ziemlich beunruhigt, da unser lieber Zakki daheim nicht so tut, wie ein lieber Hund tun sollte und Muetis Operation auch schon wieder eine Weile her ist. Aber telefonieren ist nicht einfach, doch wir suchen weiter. Gwundrig erwarten wir ein E-Mail von Jürg, wann und ob Res uns besuchen kommt?? Hätten doch eine Wunschliste parat....

Das Wetter bessert sich und wir wollen die Küstenstrasse fahren, alles fahrfertig und Mario geht nur schnell 2 Stunden Zähne putzen... tja, so kann es gehen! Wir lernen Gertrud und Reiner kennen, die wir schon gekreuzt hatten und machten einen guten Handel!! Sie erhielten von uns etwas Micropur und wir Wein und eingemachte Aprikosen. Spät fahren wir doch noch los, leider ist die Beleuchtung nicht mehr so schön. Am Abend besuchten wir das Einweihungsfest des Magellan Schiffes von San Julian, die Nao Viktoria – wir freuten uns auf Choripan und auf das Feuerwerk im Wind.....könnte  lustig werden, doch es kommt ganz anders! Nichts zu Essen, kein Wind....aber schönes Theater mit Beleuchtung und einem langen Feuerwerk. Hunger, und so besuchen wir nach Mitternacht das Restaurant Juliana und schlagen uns die Bäuche voll! Hoi Schwesterherz, hat dich die Nase gebissen?

Wir bleiben noch etwas, telefonieren heim und Papi beruhigt uns, Mueti geht es gut und Zakki auch, doch leider ist Cindy gestorben.

Wir „überfallen“ den Solothurner Landrover, und lernen Andrea, Daniel und Kilian kennen, ok, sie hatten keine Wahl! Kilian ist mittlerweilen ca. jährig und kam in Ecuador zur Welt, mutig - mutig.

Wir fahren die Ruta 3 bis zum Hafen von Punta Quilla, hier hat es einen freien Campingplatz mit Wasser, Feuerstelle, Meer und wenig Wind - genau was wir brauchen. Hier verbringen wir eine ganze Woche voller spezieller Erlebnissen: Wir testen in Not den Scheissstuhl, bewährt sich;-) , werden vom Hafenchef zu Cordero eingeladen, dass er uns vorbeibringt und un rato später mit uns essen wird, wir grillen, und ich vergluschte fast, was ist nun un rato? Mario ist nervös und wird gelobt! Das will was heissen von Argentiniern, den Grillmeistern ... sehen wilde Pinguine, Schiffe ein- und ausladen, Fischen erfolglos und nähen Klett...(kensch Klett??..läck...) Mauro organisiert uns einen Museums Besuch, so lernen wir James von den Falkland Inseln kennen, der uns allerhand erzählt – ihr seht, so eine Woche ist schnell vorbei und wahnsinnig interessant.

Unser Weg geht weiter zum Monte Leon Park, doch einmal mehr ist dieser überschwemmt und wir dürfen nicht rein. Der Parkwächter kann uns nicht sagen, wann genau der Park wieder offen sein wird....so entscheiden wir weiter nach Rio Gallegos zu fahren. Unser lieber Landy  hat eine Oelwechsel zugute, so kurz vor Weihnachten gönnen wir ihm das natürlich noch so gerne. Wir vereinbaren einen Termin für Dienstag, denn am Montag ist der Geburtstag der Stadt....was meint ihr? Müssen wir wieder einmal an ein Fest??? Claro, wir stationieren unsern Landy im Camping.. und gehen feiern...wir beschenken uns zu Weihnachten,  essen unsere heissgeliebten Choripans und bummeln durch den Christkindelmarkt und hören den Konzerten zu, trinken im Pup noch ein Feierabendbier und gehen müde und zufrieden ins Zelt. Jugendliche luden uns noch zum feiern ein, doch wir werden älter und mussten absagen – morgen...ähhh heute früh aufstehen, Landy hat einen Termin...!! Der Oelwechsel dauerte etwas länger, ich habe vergessen welche Schrauben man lösen muss.. trotz der Hauptprobe beim Bädi!, und der Mech zeigte enorme Geduld, doch alles kommt gut! Nun sind wir wieder fit für ein paar Kilometer...

Kurz vor der Grenze bei der Laguna Azul, die auch nach längerem hineinschauen verde blieb, assen wir unsere Vorräte auf, um anständig über die Grenze zu fahren! Und verbrachten eine stürmische Nacht....auch der Whisky musste dran glauben!

Nun ja, Grenze, wir hielten an der Kolonne und packten das Backgammon Spiel aus, wollten doch gemütlich warten bis wir an der Reihe sind.....ehh ja, man muss ja zuerst wissen, dass man alles im Gebäude erledigen muss....!!! Wir erledigten den Papierkram ohne weiteres, ..( es gab Reisende aus dem grossen Kanton, die hatten es etwas komplizierter...) schäckerten sogar mit dem Zöllner, er wunderte sich, dass das Auto einer Frau gehört...wie gefährlich!!!  Nun auf die Fähre, über die Magellanstrasse hinüber nach Feuerland! Hey! Wir sind in Feuerland, drüben auf Tierra del Fuego! Wo sind die Feuer? Wo das Magische? ...sind wir ganz ehrlich, es ist Steppe, Pampa wie auf der patagonischen Seite auch.

Nun sind wir auch zum erstenmal in Chile und müssen bei einem ganz unangenehmen Spiel mitmachen. Steinschlaglotto.....wir hatten 8 Treffer, und man glaubt es kaum – ein Volltreffer – mitten durch die Scheibe durch! Und der zweite folgt sogleich, zähneknirschend und mit den Händen an der Windschutzscheibe, bei jedem Gegenverkehr die Augen und Ohren zu, quälen wir uns an die argentinische Grenze. Endlich wieder asphaltierte Strasse, obwohl es ja schon zu spät ist, kaputt ist kaputt! Schöner (?) Stern oben links.....und diverse Löcher!

In Rio Grande angekommen, hilft uns ein einheimischer den Camping zu finden, aber der hat keine Bäume und gefällt uns gar nicht. So drehen wir und richten uns an der YPF Tankstelle ein und gönnen uns auf die Scheisswindschutzscheibe ein ordentliches Nachtessen! Rio Grande ist eine schöne Stadt, reich vom Oel und sauber herausgeputzt, wir erledigen unsere Weihnachtseinkäufe, beschenken uns reichlich (Thermometer, feuerfeste Pfanne...) und besuchen frohen Mutes den Parabrisas Doktor mit dem Namen Dr. Resin. Dr. Resin schaut sich unsere Windschutzscheibe an und setzt ein kühles Lächeln auf,  also, die kleinen seien kein Problem, aber bei dem grossen Treffer, da sei nichts mehr zu machen! Und tranquillo aber mit Sicherheit werde sich der Stern entfalten!!  Das sind ja schöne Aussichten, aber was solls, wir sind gesund und der Landy wollte wohl einfach ein grösseres Weihnachtsgeschenk..

So organisieren wir mit Laurent u Sarah die Weihnachten. Es sind bereits ein paar Mails hin und her, und wir freuen uns auf besinnliche  Weihnachten auf Berndeutsch.... Die beiden haben in Chile ein Auto gekauft und sind mit mehr oder weniger Pech doch noch bis Ushuaia gekommen, so fahren wir uns entgegen, denn sie fliegen anfangs Februar wieder heim. Eine Nacht bleiben wir noch auf der YPF Tankstelle, Mario hatte eine Eingebung...sicher werden wir hier „nichts wie weg“ treffen....und kaum um die Ecke, stehen die beiden Landys mit unserem Zelt da!! Seit Mocona sahen wir sie nicht mehr, um so grösser die Wiedersehensfreude.

Einkaufen, soll reichlich Mineralwasser und gesundes Zeugs fürs Asado und Fondue Chinoise bereit sein. So fahren wir zum lago juhuii, Yehuin, suchen ein hilbes Plätzchen mit Feuerstelle und einen Weihnachtsbaum und warten auf unsere Schweizer, und wir sind im Zauberwald, an einem See, herrlich nach all der Pampa. Ich freue mich auf bekannte Gesichter, auf etwas gemeinsames, ist mir wichtig an Weihnachten.

Sie kommen, wir begrüssen uns, stossen an und plaudern, die Zeit vergeht, viel zu schnell...irgendwann kochen wir Fondue Chinoise, wir fressen und saufen – und es ist himmlisch. Wunderbare Weihnachten, chli bsoffe, aber was sölls?

Schlafen, und gemeinsam brunchen, feuern und viel, viel lachen. Wir lästern, tschäckern, lachen -  und trinken schon etwas weniger....essen immer noch super und schlemmen den Pudding alle zusammen aus dem selben Topf! Eigentlich wollten die beiden uns bereits am 26.igsten verlassen, aber da es immer noch zu Essen und zu Trinken hatte....was sie natürlich bemerkten, und so blieben sie noch länger! Nochmals gemeinsam frühstücken, mit Eiern vom Feuer und dann hiess es doch tschüss sagen. Leider ging diese Weihnachten viel zu schnell vorbei, wir schauen mit Wehmut zurück, freuen uns auf den nächsten Reisebericht und wünschen den beiden tollen Menschen alles Gute.

Wir bleiben noch an unserem Plätzchen, räumen auf und besuchen Reiner und Gertrud, die auch hier, aber unten am See stehen. Gemeinsam verbringen wir einen gemütlichen Abend mit Wein und plaudern in die Nacht. ...und so bleiben wir noch eine Nacht, kochen in unserer Pfanne, die wir gleich Sara tauften, Spaghetti, und die Handschuhe tauften wir Lora....unser Auto hat keinen Namen, aber die Pfanne und die Handschuhe taufen wir? Haben wir schon langsam einen Schaden?

Unser nächstes Ziel, Ushuaia. Rahel hat sicher geschrieben, wir hoffen und freuen uns auf ein Treffen, mal sehen, waren wir doch lange weg von der Zivilisation – Natur pur! Auf dem Camping Andino traf uns fast der Schlag....soo viele Reisende unterwegs....alle sind sie am südlichsten Punkt angelangt, Ushuaia ist der engste Punkt, der Trichter, das Ziel aller. Die Stadt hat uns nicht gefallen, alte und neue Häuser, prunkige Einkaufsmeile, so richtig Touristen- und Kreuzfahrtschiffstadt! Und nun noch all die Leute, dem sind wir nicht gewachsen und hoffen zu fliehen! Am 31. landen Rahel und Frank in Ushuaia, wir holen sie ab und beschliessen Silvester im Nationalpark zu feiern. Gross einkaufen und ab in den Park.....am Rio Pipo treffen wir auf all die lieben Schweizer...Nichts wie weg, Gabi und Erich, Andrea und  Daniel mit Kilian, Elli und Markus, Susanne und Peter...wir grillen unser viertel Lamm und feiern in der schweizerischen Landschaft einen richtige ausgelassenen,  feucht fröhlichen Silvester! ...auch die Frühstücksspaghetti fehlten nicht!!  Herzlich Willkommen 2006!

Natürlich wünschen wir allen Lesern alles Gute und Gesundheit im 2006, schön zu wissen, dass wir daheim liebe Menschen haben, die an uns denken.

Herzliche Grüsse

Stephanie und Mario mit Landy