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Mario und Steffi... sind fort ...com


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. Bericht                                                         Fotos

09.02.2006

Reisebericht Nr. 7 Ushuaia bis Perito Moreno Dorf

Das geht nun aber diffig....sind aber so weit hintendrein, dass wir uns bemühen aufzuholen....

Hier haben wir ein Höhepunkt nach dem anderen, Nat. Park Tierra del Fuego, zu viert unterwegs im Landy  fischen am Lago Blanco (mit Erfolg, danke Sandy u Tom), gestrandet in Porvenir, Zollfreie Zone in Punta Arenas, Nat. Park Torres del Paine (Top), gute Freunde,  Nat. Park las Glaciares mit  Gletscher Perito Moreno (spektakulär, die Welt ist klein, aber super), Fitz Roy, Plattfuss und Regen, Nat. Park Perito Moreno

Uff, wie auf Hochsee fühlte ich mich am Neujahrsmorgen....selber schuld! Wir brachten Rahel und Frank nach Ushuaia ins Hotel und hofften sie wiederzusehen....sie hatten die Wahl, ob sie uns begleiten und aushalten wollten!!

He he, sie kamen und erst noch mit Verpflegung – weiter grillen, feuern und neu – wandern! Gemeinsam mit Anita und Roger (von nichtswieweg.ch) liefen wir dem Beagle Kanal entlang und zurück ca. 15 km....sportlich, oder? Tagsdarauf erklommen wir den Cerro Guanaco mit stolzen 971müM, schliesslich starteten wir auf 40müM, also nicht ohne! Der Weg stieg einen schönen Wald hoch, verlief über eine Sumpfmatte und die letzten 2 km der Bergflanke entlang in Geröll und mit dem lieben, kühlen Wind! Top Aussicht auf Ushuaia und den Nationalpark, entschädigte uns für die verlorenen Schweisstropfen! Heil im Tal, luden Rahel und Frank uns zu einem dicken Stück Kuchen ein, fein.

Noch eine Nacht im Park und langsam sehnten wir uns nach einer Dusche. Für uns Camping Andino, ruhiger und angenehmer, als letztes Jahr!!!

Gemeinsam verliessen wir Ushuaia und machten uns auf durch Tierra del Fuego, tanken in Rio Grande (uns bestens bekannte Tankstelle) und sogar über die Grenzen bis Lago Blanco, chilenisches Feuerland. War ziemlich happig, gerade lange genug Fahrzeit!

Am Lago Blanco soll man erfolgreich fischen können, haben uns Sandy und Tom geschrieben, und natürlich wollen wir unser Glück probieren! Wir biegen in den Wald ein und Mario scheint mal wieder einen siebten Sinn zu haben...denn er sagt, wer da schon im Wald steht?? Nichtswieweg.....Anita und Roger mit Gaucho!!!

Mario und Frank packen die Fischrute und setzten sich auf den Steg, Rahel und ich legen uns schlafen, nach der langen und anstrengenden Etappe ist es bereits später!

Noch nicht eingeschlafen, durfte ich die Brille aufsetzen und eine grosse Forelle bestaunen, toll gemacht, das gibt ein Festessen! Eine schreit nach einer zweiten, und so blieben wir noch einen Tag länger...Mario und Frank setzten sich auf den Steg, Anita, Roger und ich überzeugten Rahel zum jassen, nebenbei etwas holzen und Tieranatomiekunde, so verbrachten wir einen amüsanten Tag. Schade, es blieb bei einer Forelle, die aber auf dem Grill um so besser schmeckte! Und mit den Chorizos von Roger hatten alle genug!

Wir verlassen den Lago Blanco und schaffen es bis Porvenir, wo uns die Fähre über die Magellanstrasse nach Punta Arenas bringen sollte. Die von heute hatten wir verpasst, so suchten wir im Kaff Porvenir etwas essbares und zelteten an der Magellanstrasse und dieses mal fuhren wir an Anita und Roger vorbei...

Porvenir, im Restaurant assen wir zmorge und trafen Anita und Roger und wurden unterstützt vom Beizer, die Fähre doch zu erreichen...man hätte reservieren sollen, aber wo?? Obwohl wir die ersten da waren, schien es nicht mehr zu klappen. Es hatte nervöse Deutsche und eventuell „schmierige“ Brasilianer und zu guter Letzt noch eine Ambulanz!

Alles hat ein Ende....und so verliessen uns Rahel und Frank, Fussgänger hatten Platz ohne Ende!!!..und die beiden nicht unbegrenzt Zeit. Wir haben sie genossen und ihre unkomplizierte Art sehr geschätzt, und....wir werden sie im Häuschen besuchen...das ist schon mal klar! Toi toi ihr beiden.

Nun, wir blieben mit Anita und Roger in Porvenir.....der Witz der ganzen Sache war, dass die Fähre erst wieder in zwei Tagen fährt..... aber wir gaben der Ambulanz und.... gerne den Vortritt.....

Was wir nun in Porvenir zu viert erleben durften ist Schicksal und was für welches! Pechuga, der Wirt des Restaurants, erlaubte uns nebenan zu campen und sein Bad zu benutzen. Mario und Roger parkten unsere Landies Schulter an Schulter und bauten uns ein Zwei-famillien-zelt mit einem Eingang! Wir waren fit für einen Jass....oder zwei..... Pause machten wir bei der Verpflegung bei Pechuga, Mario und ich assen zum erstenmal Centolla, Königskrabbe und das schmeckte uns hervorragend, wir übten Trinksprüche und tranken quer durch die Bar, lustig, lustig. Erhielten einen Marc geschenkt...Schlafen und Brunchen und weiter jassen,  wir haben uns manchmal krumm gelacht...es war total locker und herrlich amüsant. Diesen Abend halfen Anita und ich in der Küche mit und tranken dafür zig Pisco Sour...bekam uns ganz gut!!
Di di diii!! Wir assen Fisch, schmeckte toll und Pechuga reservierte uns die Fähre. Nun war es soweit, wir sind dabei!! Als wir unsere Tickets in der Hand hatten war die Freude riesen gross, und dennoch etwas wehmütig...denn wir hatten hier eine absolut tolle Zeit, Porvenir wird immer unvergesslich bleiben.

Da Mario nicht seefest ist, machte uns Pechuga mega-Sandwiches, die uns enorm stärkten und fit für einen Jass, erreichten wir Punta Arenas ohne Übelkeit!

(eigentlich sollte/ wollte ich schon länger weiterschreiben, aber: Gott hat das Licht erschaffen – aber der Mensch* fand den Schalter nicht! *In diesem Fall ich!)

Punta Arenas, die bisher grösste Stadt in Chile, wir parkten und sahen die wildgewordenen Fans von Anita und Roger.... Es waren Freunde aus Liechtenstein! Gemeinsam gingen wir auswärts trinken und übernachteten auf der Shell Tankstelle mit toller Musik (Bon Jovi, G’n’R, ..) Über Nacht wurden die Wahlplakate demoliert, kann eine Frau zur Präsidentin gewählt werden Bachelete, heisst sie. Wir bemerkten aber nichts, lange schlafen...die Lkws starteten um acht...und wir? Es ist halt so gemütlich in unseren Dachzelten! Zum Dank für die Übernachtung erhielt Gaucho eine Dusche, tat ihm wirklich gut, falls er doch ein „Gschlipf“ mit unserem Landy anfangen wollte..!!! Wir bummeln durch die Zollfreie Einkaufszone und kaufen wichtige Sachen ein. (Säge, die halt schon kaputt ging, und ein Batterieladegerät, tolle Einkäufe!!, sind schon etwas anders geworden....)

Wir verlassen die Stadt und fahren durch Pampa, auf der Karte sollte es Seen haben....aber die sind unterdessen trocken und so fragen wir auf der Estancia Olga Teresa für eine Nacht...obwohl er an grosse Gruppen gewohnt ist,  erlaubte er uns in seinen Bäumen zu bleiben – schenkten ihm Schweizer Schokolade mit Schweizer Bildern drauf. Die lieben Herren fragten noch um eine Nacht mehr und so blieben Anita, Roger, Mario, ich und die beiden Landies noch länger.....kein Problem, wir jassen, lachen und Anita und Mario liefern sich ein Pastakochduell! Kompliment, beide kochen super!

Der Torres del Paine Nationalpark ruft....so fahren wir durch wunderschöne Landschaften, klare, tiefblaue Seen, tolle Blumen und Wind. In Puerto Natales treffen wir uns noch mal mit Rahel und Frank, gehen zusammen essen und feiern im Zwei-familien-zelt nochmals übermütig Abschied mit Musik, Whisky und Bier!

Die Wolkenwand lichtet sich und die Torres strahlen uns entgegen, zig Fotohalte und einfach staunen. Berge sind so etwas Schönes. An der Laguna Amarga sonderten wir uns von den Deutschen und so ab, und gönnten uns ein richtiges Schweizer Fondue (von Rahel und Frank) speisen genüsslich im Gaucho. Ehm, Gaucho heisst der grüne Land Rover von Anita und Roger mit Jahrgang 1979! Rechaudkerzen und die 2Liter Pfanne, ersetzten das Fondueset. Der Estancianero – oder als das sie sich ausgaben – kam und verlangte Geld, aber da es keine WC’s und Küderchüble hat, beschlossen wir zu gehen.....andere blieben und wir wissen nicht, ob die bezahlten....???

Wir durften am Parkeingang schlafen, erkundeten uns über das Wetter und eilten „am Morgen“ (?) tief in den Park zum Katamaran – es blieben gerade mal 45 Minuten, bis der letzte ablegte..... uff, was für ein Stress, wir wollten eine 2 Tageswanderung unternehmen und waren mal wieder nicht vorbereitet!! Husch husch, blitzschnell und unordentlich alles in die Rucksäcke und .... bald sind wir ja wieder zurück!! Auf dem Schiff gab’s einen wohlverdienten Kaffee und wir freuen uns auf die Wanderung. Gegen den Wind kämpfen wir uns dem Grey Gletscher entgegen, Sonne, Hügel, Bäche, Blumen, Sträucher und im See blaue Eisstücke, herrlich. Das letzte Stück zum Schlafplatz über dem Gletscher stieg steil hoch und (wir hatten doch schon 6 Stunden in den Beinen) motivierten Anita und erreichten unser Ziel. Sandwiches am Gletscher, toller Ausblick und wir hörten das Gekrächze und Bersten im blauen Gletscher. Anita und Roger wärmten schon mal unser Zelt vor und wir durften einen Gletscherabbruch beobachten, der uns ganz schön beeindruckte. Glücklich jassten wir noch eine Runde und schliefen in der Hoffnung, dass keiner schnarcht ein. Mit Wind lief es sich ringer und schon bald waren wir wieder beim Katamaran, Balast abwerfen...letzte Foto knipsen und zurück zu unseren lieben Landies. Ohh, Schreck, die Spiegelreflex Kamera ist weg....verloren? gestohlen? Sofort eilen wir zu den Guardaparques und melden den genauen Ort und hoffen und bangen. Wir dürfen auf dem Parkplatz übernachten und auf Morgen auf den Parkwächter warten und hoffen..... Anita und Roger stehen uns bei und Roger arrangiert uns eine Ablenkungsparty..... das ging so, er wäscht das Geschirr und wird von der Katamarancrew zum Fischessen eingeladen, natürlich gehen wir! Zuerst ganz friedlich Fisch essen und etwas plaudern und auf einmal werden Stühle und Tisch weggerückt und Mario darf die Lichterkugel montieren und wir sind mitten in einer Disco drin.... Tanzen! Nach all dem Wandern – ist ja gut gegen Muskelkater! Alle kommen wir aus uns raus und feiern eine Megaparty! Unvergesslich, und das alles in einem Nationalpark!!!

Ziemlich nervös stehen wir auf und eilen zum Katamaran, aber der Parkwächter kann noch nicht zurück sein, die uns nun bestens bekannte Schiffsbesatzung half und meldeten uns bald, dass die Kamera gefunden worden sei. .....uns fiel eine ganze Lawine vom Herzen, die kostbaren Fotos vom Gletscherabbruch und überhaupt, juppi. Tolle Leistung und saubere Arbeit, danke liebe Torres Leute.

Nun verlassen uns auch Anita und Roger, sie bekommen Besuch von ihren Eltern im Februar oben in Mendoza.....weiter Weg, aber wir sind sicher, irgendwann, irgendwo werden wir die beiden wiedersehen, sie sind uns sehr lieb geworden und das Zusammenleben war unterhaltsam und einfach.

Wir setzen voll auf Sport und wandern noch hoch zu den Torres. Spannender Wanderweg und absolut phänomenaler Ausblick, himmlisch schön.

Wir verlassen den Nationalpark Torres del Paine mit den schönen Bergen, den Gletschern, den Blumen, den Guanakos, den türkis- und tiefblauen Seen, den Flüssen...tschüss Paradies.  So passieren wir die Grenze nach Argentinien und das mit Hammerfall-Musik vom Zöllner....

El
Calafate, absoluter Touristenort! Wir entwickeln Fotos (wir haben noch Filmrollen) lesen die lieben Mails, führen die Buchhaltung nach, schreiben und treffen Gabi und Erich und Susanne und Peter wieder.

Hei, wir stehen ganz früh auf um den noch wachsenden Gletscher Perito Moreno, vielleicht ein paar Stunden ganz für uns zu haben. Die Wände sind 50 – 55 Meter hoch und wenn ein Stück abbricht, kracht das tosend ins Wasser. Der Gletscher ist eine Attraktion und dementsprechend viele Touristen, aber recht haben sie. Wir finden auf der Hecktüre unseres nicht ganz sauberen Landies einen Gruss aus Erlenbach.... auf die Suche der Simmentaler! Wir treffen von Niederhäusers und Manis und Bosses, die mit dem Argentinienclub von Sigriswil unterwegs sind. Wir unterhalten uns und geniessen das Treffen in vollen Zügen, die Welt ist klein – aber freundlich und wunderschön.

Wieder fahren wir durch Pampa und ein dicker Nebelschleier verdeckt die Sicht auf das Fitz Roy Massiv. Optimistisch bleiben und die nötigen Informationen holen, wir wollen wandern gehen. So kommen wir am Abend zu einem herrlichen Ausblick auf den Fitz Roy, leider trübte ein Plattfuss etwas unsere Laune, aber da es hier überall Gomerias gibt und es unser erster ist – ist es halb so schlimm. Vollbepackter Rucksack, Sonnenschein und so starten wir den Fitz entgegen. Pincenot unser Nachtlager, Zelt aufstellen und mit leichterem Gepäck den steilen Zig Zag Weg hoch hinauf. Wild und blitzschnell ziehen die Wolken an den Gipfeln vorbei, spannend und imposant, ja,ja, das gäbe Tausende von Fotos!! Ist halt einfach wunderschön.

Verpflegen tun wir uns mit unserem Turbokocher und schlafen nach dem Sonnenuntergang bequem im Zelt. Ein Abstecher zum Gletscher Piedras Buenos gab’s zum Z Morge und danach zusammen packen und entlang der schönen Lagunen, Wald, farbigen Büschen und mit dem herrlichen Fitz Roy im Rücken ins Agostini Lager laufen. Leider, leider versperrt eine dicke dicke Wolkenwand die Sicht  zum Cerro Torre und der Wind bläst wie verrückt – keine Aufhellung in Sicht....statt dessen wurden wir mit Regen beglückt!! Wir schlafen gut mit dem Getröpfel auf dem Zelt, das sah dafür aus wie ä More!! Nass packen und etwas enttäuscht den Talweg zum Landy erwandern. Wir haben ein trockenes Wetterloch erwischt und sind heil im Tal. Und super Eindrücke und Erinnerungen an den Fitz Roy.

Perito Moreno Nationalpark, wir erreichen ihn mit Ach und Krach....der Wind blies wie noch nie...das ist wohl nun der Patagonische Wind, den wir bisher in leichter Form bei uns hatten! Auf der Tankstelle meint der Tankwart das seien so 130Km/h und je weiter wir fuhren um so stärker wurde er. Ich konnte die Landytüre gar nicht mehr öffnen und Mario sprang fast liegend und mit wild wehenden Haaren im Sturm. Das wäre ja noch so lustig, aber unser Landy kämpft und schluckt und die vielen Staubkörner und Steinchen sandstrahlen unsere Windschutzscheibe..... die jetzt definitiv im Arsch ist! Leider sehen wir nur die fahrbaren Ecken des Parks, weil der Wind konstant so stark bläst, das Wandern gar kein Spass macht! Pumas sind uns so leider auch nicht begegnet! Hoffen, und die Landschaft war sehr schön, so blieben wir vier Tage!

Cuevos de los Manos, eigentlich wollten wir ja nicht hin, aber da wir schon da sind, halt doch – und es hat sich gelohnt. Die alten Handmalereien an den Felsen sind sehr gut erhalten und die Führung interessant und informativ. Die UNESCO erklärte es zum Naturdenkmal und machte Sicherheitsabsperrungen, klein und fein, also halb so schlimm wie erzählt wird.

Perito Moreno, dieses Mal das Dorf. Zum besten Campingplatz fahren, die besten Kirschen essen und einen tollen Land Rover Bau ( der beste Umbau eines LandRovers und Wohnmobilen, Mario ist begeistert) mit netten Besitzern kennen lernen. Wir (Mario) erledigen die Wäsche und Grillen mit Christian und Andrea mit Moritz. Sie reisen südwärts und wir nördlich.....

Im Internet kontrollieren wir die Mails und versuchen uns mit Pädi Griessen zu treffen,  der „verrückte“ strampelt zig Kilometer und Höhenmeter mit seinem Velo....(zum Glück haben wir einen Land Rover mit Motor....)