17. Bericht
Fotos
Belize – Mexiko, Yucatan Halbinsel Karibik, Palenque -
Zipolite, Reisebericht Nr. 17
Uhh, Belize ist ein teures Pflaster wir haben für eine
Woche die Versicherung gekauft und faulenzen auf dem Camping Manakai.
Mario ist unruhig, er brütet über den Strassenkarten und rechnet
Kilometer, Routen…
Es regnet und das blaue Loch, das wir sehen wollten, war
braun – aber der nette Kassier hat uns darauf hingewiesen und so sparten
wir uns diesen Eintritt.
Weiter fahren wir an extrem vielen Orangenfeldern entlang
bis in den Cockscomb Nationalpark. Wenn man Schwein hat, sieht man hier
Jaguare…
Der Campingplatz ist toll. Wir packen den Rucksack mit
Essen und Trinken und Badehosen und wandern durch den üppigen Urwald –
leise und gespannt, wir hoffen auf ein Kätzchen!
Die feuchtschwüle Hitze und der stetige Aufstieg, lassen
uns schnaufen und schwitzen! Wir sind alleine bei traumhaft schönen
Wasserfällen mit eisigem Wasser…und gierigen Blutsaugern!
Auch beim Abstieg kreuzt kein Jaguar unseren Weg und wir
besuchen den nächsten Wasserfall. Hier ist das Wasser erfrischend und
wir waschen uns... Zwei Schweizerinnen kommen – Jupi Schwiizerdütsch!
Eine Nacht bleiben wir noch – vielleicht, vielleicht…
Wir geben uns geschlagen, kein Jaguar, dafür ein grosser
schwarzer Skorpion oben auf dem Zelt!
Mario bleibt cool, knipst ein Foto und stösst ihn dann
hinunter! Also doch wilde Tiere!!! …irgendwie beunruhigend, dass diese
Viecher unser Zelt kuschelig finden…
Die Küstenstrasse tönt verlockend, doch wir sehen nicht
ein einziges Mal das Meer! In Orange Walk lesen wir endlich mal wieder
unsere Mails und ärgern uns über das Gästebuch… und übernachten auf
einem riesigen Trailer Feld - aber alleine!
Es ist Zeit nach Mexiko zu reisen, Mario ist unleidig,
voll gestochen und ärgert sich nur. In Belize haben wir keinen
wirklichen Höhepunkt gefunden und erlebt, hoffentlich ändert sich das
bald.
Mexiko
Belize ! … bei der Ausreise „durften“ wir auch noch mal
satte 37.5$ für uns beide bezahlen… die wissen wie!!
In Mexiko wurden wir nach Lebensmitteln gefragt – da wir
Angst um unsere Schweizerschokolade und Fondue hatten – schwindelten wir
ein Nein! Keine weiteren Fragen.
Der Migrationbeamte notierte auf Marios Einreisezettel
erst 30 Tage aber als wir ihn höflich um 90 Tage baten, änderte er das
problemlos. Bei der Bank, Banjercito erhalten wir die Autopapiere, eine
Kleber und trotz unseren zig Kopien, mussten wir noch eine machen gehen,
der Einreisestempel fehlt immer! Auf meine Kreditkarte werden 30$
belastet und wir sind drin. Keine weitere Kontrolle nada.
Ein Bankomat steht da und wir beziehen Pesos
Bienvenidos in Mexiko
Da unsere Kühlbox leer ist suchen wir in Chetumal einen
Supermarkt. Eine nette alte Dame am Strassenrand erklärt uns den Weg…wir
kaufen ihr süsse Orangen ab, aber finden den Laden nicht!
Es ist heiss, fleissig weiter fragen und wir landen bei
Sam’s Club – man braucht eine Mitgliederkarte um einzukaufen…Mario ist
stocksauer und steckt mich an… sie erklären uns den Weg, schon wieder…
und wir finden! Im Chedraui kaufen wir grossartig ein, Lebensmittel tun
uns gut!
Doch weiter so!... wir kommen auf dem Camping Calderitas
an und sie verlangen 200 Pesos die Nacht, da flippt Mario völlig aus und
wir streiten! Stumm fahren wir weiter und übernachten schliesslich für
80 Pesos an der Cenote Azul!
Es ist unglaublich, wir sind in der Karibik, glasklares,
blau-hellblau-türkis-grünes Wasser, Sonne, weisser Sandstrand, Palmen –
das Paradies, und wir zwei streiten! !
In Mahahual suchen wir einen Strandplatz. Schwierig,
Kreuzfahrtschiffe legen hier an und überall kurven Sandboogies rum, es
hat Cabañas und Restaurants…
Nördlich von Rio Indio werden wir fündig. Ich tuble am
Meer und Mario tublet im Auto!
So schön es hier auch ist, bei uns kommt keine Romantik
auf! Wir bleiben und lassen unsere Köpfe abkühlen!!
Wir fahren die ganze Yucatan Küste hoch und weil es so
schön ist, auch wieder hinunter!! Verbringen die Nächte auf
Campingplätzen direkt am Meer, sünnele, bädele, schnorcheln und machen
Badeferien!
Wild stehen ist nicht möglich, jeder Fleck Strand ist
privat, Hotels und Resorts gibt es wie Sand am Meer…
Playa del Carmen fahren wir kreuz und quer hindurch, in
Cancun bestaunen wir die Tourimeile mit den bekanntesten Hotels auf
einer 25 Kilometer langen Halbinsel…jeder hat seinen Palast hingestellt,
Golfplätze, schicki-micki Restaurants, Designershops etc. – organisiert,
sauber an traumhafter Lage, mir gefällt es.
Unser Favorit ist Tulum, hier auf dem einfachen Camping
der Santa Fe Cabañas lässt sich gut leben! Das Meer ist super!
Von den Ruinen, trotz der traumhaften Lage, waren wir
enttäuscht, alles eingezäunt!
Wir durchqueren die Halbinsel, sehen viele Maya-Palapas
(Häuser) lassen Chicken Itza aus, weil dort ebenfalls alles eingezäunt
sei und parken in Merida auf dem Rainbow-Trailer Park. Machen
Frühlingsputz, erkunden die schöne Stadt, kaufen unsere Versicherung via
Internet und Tschätten mit Gauchos…fünfeinhalbstunden…!
Angeblich muss man hier ins Gefängnis, falls man in einen
Unfall verwickelt ist und keine Versicherung hat...diese Erfahrungen
fehlen uns zwar, aber wir verspüren absolut keine Lust dazu…
Paulo besucht uns, er ist begeistert von unserem Landy
(wir auch) wir plaudern spanisch und er bringt uns zum z Nacht eine
Pizza und schenkt uns ein Maya-Plättli. Toller Typ.
Der Karneval beginnt und wir wollten eigentlich noch ein
paar Nächte bleiben, aber auf dem grossen Ami-RV-Gelände sind wir nicht
erwünscht… Wir sehen aus wie ein Zirkus… aber Hallo??
allerdings getraut sie sich nicht, uns das persönlich zu
sagen, sie schreibt uns einen Zettel mit einem erhöhten Preis… wir
suchen das Gespräch und werden nur angeschissen, so lassen wir den
Karneval und fahren weiter. Hier geht es nur um fette Dollares und die
WC’s werden auch nie geputzt… Wär nit wott, het käbe!
Die Strasse führt direkt dem Golf von Mexiko entlang,
leider regnet es. Eigentlich untypisch für diese Zeit, aber es regnete
damals schon in Australien und auch in der Sahara…
Den Trailerpark in Campeche gibt es nicht mehr und so
verbrachten wir unsere erste Nacht auf einer Pemex Tankstelle…ruhig und
gut geschlafen. Der Regen bleibt und wir fahren die langweilige Strecke
bis nach Palenque auf den Camping Mayabell.
Die Gäste sind aufgeschlossen und gemütlich. Sehr viele
aus Quebec, wir fragen uns, ob es oben noch welche gibt…? …wir
unterhalten uns auf Englisch, ihr Französisch…verstehen wir einfach
nicht..!!
Mit Gerry aus California, trinken wir Tequila, kochen
Kuhfuss zum z Nacht und er isst mit…schmeckt ihm sogar!
Mit einer Horde Quebecer fahren wir Dessert essen, Mark
singt uns Lieder und die Sonne kommt!
Gerry, Jessica und Antoine, und wir besuchen die Ruinen
von Palenque. Interessante Anlage, tolle Tempel die man noch besteigen
darf, Gräber, Höhlengänge, Steinbilder, schöne Aussicht. Mystisch…
Wir verbringen Stunden in der eindrücklichen Maya Anlage.
Den super Tag runden wir im Restaurant mit feinem Essen und
stimmungsvoller live Musik ab. Hier gefällt es uns!
Palenque – Mayabell – magischer Ort! Wir bleiben hängen!
Mit Mark in seinem Bus fahren wir (Mayabell-Gäste…) zu den Wasserfällen
von Minsol-Ha. Baden, hinter den Wasserfällen in eine Höhle kraxeln,
feucht, nass, glitschig und mega spannend.
Unterwegs verlassen uns Caroline und Charles aus Paris –
danke den beiden, sie getrauten sich einen Eintrag in unser Gästebuch zu
schreiben.
Wieder daheim, finden wir unseren Landy schief! Wieder
mal ist ein Ventil geplatzt! Haben den Leuten auf dem Camping einen
Schrecken eingejagt…Erni ist gleich zur Stelle und leiht uns seinen
Cheviwagenheber. Mario verknackst sich den Fuss und ruht. Ich fahre mit
zu den Agua Azul Wassern. Ana und ich laufen ganz hinauf und baden in
unserem Pool, versteckt und ruhig, plaudern und geniessen. Beim Rückweg
spüre ich die starke Strömung und schwupp die wupp weg bin ich?
Wasserschlucken und nach der Brille tasten – brrr, alles da nur die
Zehen schmerzen. Wer hatte wohl den grösseren Schrecken? Ana oder ich?
Wir kommen nicht weg! Lernen ständig neue tolle Menschen
kennen und als Ana und Mark Mario eine Piñata schenken, wissen wir wo
wir Geburtstag feiern. Genau richtig zur Party treffen Adi und Tamara
mit Nera in ihrem blauen VW Büssli mit Schweizerkreuz und Zürchernummern
ein. …pünktlich, wie Schweizer!!!
Gemütlich grillen wir Poulet, Koteletten und Würste, und
sogar Salat!! Leider vergessen wir die Geburtstagstorte von Mark und
Ana, aber die war später auch noch lecker!
Mario werden die Augen verbunden, die Piñata wird von Ana
wild und hoch herumgewirbelt und Mario schlägt Luftlöcher! Anstrengend!
Adi und Greg lösen Mario ab und alle sammeln wir die Süssigkeiten, Nüsse
und Narrereien… Der halbe Camping ist dabei und Brian knipst ein
Schnappschuss, den er gleich in seinem Wagen druckt und Mario schenkt.
Mark und seine Gitarre sind frei und ziehen weitere
Musiker an. Ein Bier – und wir haben die genialste Band beieinander.
Gitarren, Klarinette und sogar eine Querflöte spielte kurz mit,
improvisieren und wir fliegen – ohne Pilzchen oder Stümpchen…
Nun einmal ist die Zeit da – wir fahren nach San
Cristobal de las casas. Unterwegs stoppen wir bei Brian, er hat eine
Panne, leider können wir nicht helfen und so drücken wir fest die
Daumen.
Wir schlendern durch die Kolonialstadt, die farbigen
Häuser und engen Gassen, erklimmen die Treppen hoch zur San Cristobal
Kirche und haben einen Überblick.
Kaufen Weisswein ein und holen das Fondue nach. Valerie
und Lionel mit Landy und Dachzelt fahren her und gemeinsam essen wir
Danette und Schoggicake und spielen Würfel. Sie beide in Mützen und wir
geniessen die kühlen Abende und frischen Nächte.
Wenn man Mexiko ansieht, sind wir noch nirgends…also
weiter, die kurvige, bergige Strecke mit herrlicher Aussicht runter nach
Tuxtla Gutierrez. Wir wollen uns nach einer Bootsfahrt in den Cañon del
Sumidero erkundigen und sind fast schon auf dem Boot! Sie fahren mit 12
Personen und 10 warten schon… also nicht lange überlegen und los. In der
Hetze verliere ich das Ticket, doch die Schalterdame reagiert super und
füllt ein neues aus – so fassen wir unsere Schwimmweste und rasen durch
den Cañon! Die Wände sind super hoch, aber alles ist grau und eigentlich
sind wir enttäuscht! Aber wir sehen drei Krokodile und das macht alles
wieder wett.
Abends sind wir in Tuxtla und fragen oben beim Zoomat um
Erlaubnis zu übernachten. Keiner wollte so recht die Verantwortung
übernehmen, erlaubten es uns dann doch. Bissle war etwas schwierig, und
wir schliefen im Auto bei offener Türe. Am Morgen besuchten wir den Zoo.
Die Gehege sind grosszügig und die Tiere scheinen zufrieden. Wir
amüsieren uns ab den Affen, suchen angestrengt die Pumas und Jaguare,
finden und bewundern sie. Freuen uns an den Wildschweinen und den immer
wieder wunderschönen Tukanen. Sind erstaunt wie gross die Tapire sind
und wie geschmeidig sich das Tigrillo bewegt. Im Vivario krabbeln kleine
und grosse Spinnen, Käfer und Ameisen, Schlangen und Skorpione, durch
die sicheren Glasscheiben alle absolut toll zu sehen. Im Nocturno sehen
wir einmal, was nachts alles aktiv ist. Super interessant. Den Höhepunkt
finden wir im Museum. Hier in einer speziellen Voliere schauen wir einem
Quetzal direkt in die Augen – diese Vögel sind am aussterben und sehr
empfindlich, aber unglaublich, wirklich unglaublich schön.
Die langen Schwanzfedern in einem leuchtenden grün, der
Bauch orange, rot, weiss und der Schnabel sieht vergoldet aus, dieses
Tier leuchtet.
Voller Eindrücke und glücklich widmen wir uns unserem
Landy. Suchen eine Vulcanizadora auf und wechseln alle alten Ventile aus
und eine Garage mit Graben um unser liebes Auto abzufetten. Beim Hotel
Hacienda parken wir auf zwei Parkfeldern und spazieren in den Wall-Mart…unser
erstes Mal! …Mario kommt fast in den Kaufrausch, endlich mal etwas gutes
von den Amis…!!
Wir wollen endlich etwas vorankommen, und so fahren wir
und fahren und fahren noch weiter. Die Übernachtungsplätze in
Tehuantepec passten uns nicht. Entlang der Küste sieht man immer wieder
Strände und den blauen Pazifik. Zwischen der Strasse und dem Meer wilde
Vegetation, dichte Sträucher und Büsche, aber keine Zufahrten. … die
Sonne bereits am untergehen und keine Pemex weit und breit… Dann ein
Schild, wir biegen ab ans Meer. Es nachtet und wir fragen die
Einheimischen nach einem Schlafplatz. Vincenzo und Isabel erlauben uns
auf ihrem Terreno zu nächtigen. Kein WC, also spazieren wir abends und
morgens durch die Büsche!
Der Strand ist breit, sauber und menschenleer! Dennoch
fahren wir weiter. Wir durchfahren Huatulco knipsen schnell ein Bild vom
Mirador und ebenso schnell besuchen wir den Playa Maguey – voller
Restaurants und Sonnenschirme…
Unsere Lieben von Mayabell empfohlen uns Zipolite – da
ist alles normal! Der Trailerpark ist nicht am Meer! Wir finden bei
Maria einen Platz, hängen die Hängematt auf und hängen. Es ist extrem
heiss, wir laufen aus!
Richi und Claudia mit Alegria Helvetia kommen auf einen
Schwatz und wir besuchen sie am nächsten Tag. Schweiz-Österreich in
Kanada! Die Welt ist klein, wir kennen alle Monika und schreiben gleich
ein SMS…
Wechseln zu ihnen und haben nun freie Sicht auf das Meer.
Der Mond scheint nachts ins Zelt…
Nun sind wir immer noch in Zipolite, baden – lesen –
schwitzen – schlafen – plaudern – und irgendwann reisen wir wieder
weiter Richtung Norden…
Belize – Mexiko:
Subteniente Lopez, Quintana Roo (Chetumal)
Kurs 1 BEZ $ = 5 Pesos / 11 Pesos = 1 US $ / 8 Pesos = 1
Fr.
Ausreise Belize: 37.5 BEZ $ pro Person
Einreise Mexiko: Zettel ausfüllen, auf Anfrage 90 Tage,
sonst wahrscheinlich 30 Tage
Gebühr: 237 Mex. Pesos p.P., zahlbar bei den aufgeführten
Banken – vor Ausreise!!
Auto: Banjercito, Bank erledigt alles.
Fotokopien abgeben (Führerausweis aussen und innen,
Fahrzeugausweis, Pass, Einreisezettel) belastet auf Kreditkarte ca. 30
US $, erhalten Kleber, 90 Tage
Ca. 2 km weiter Autodesinfektion: 50 Pesos
Versicherung empfehlenswert:
mexikobob@mexikobob.com, 6 Monate 105.60 US $
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