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Mario und Steffi... sind fort ...com


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4. Bericht                                                         Fotos

02.11.2005
hallo alle Liebe daheim

...schon wieder schreiben wir, aber wir haben auch aufzuholen!!! und hier sind wir in einer bewohnten und verkabelten Gegend - ausnuetzen!

Also am 4.10. hatten wir einen Termin bei der Post. Die Packete von Julie abholen, konnten wir nur am Dienstag erledigen, wegen dem Zoll. Der nette Herr hat mich kurz angschaut und ich habe die Paeckli ohne weiteres erhalten. Gut ausgeruestet mit neuer Lektuere verlassen wir Iguazu. Wir waehlen die Ruta 101 durch die Selva, Naturstrasse, viele Siedlerhaeuser und Scheunen fast so gross wie daheim. Hier wird Ecoturismo aufgebaut und so fahren wir zu einer Estancia mit einem riesen Camping Schild......aber
nichts weiter...wir oeffnen das Tor und treffen auf Maria. Sie heisst uns willkommen und laedt uns zum Mate trinken ein. Mate ist ein Kraeutergetraenk das in einem Mategefaess mit Bombilla (Roehrchen) kalt und warm getrunken wird. Ein Mate fuer alle, man gibt es immer an den naechsten weiter, plaudert und geniesst die Zeit zusammen. Ein freundliches und ruhiges Ritual. Bei Don Camillo und Maria ist es gemuetlich und heimelig, ihre tollen Kochkuenste schmecken uns und wir bleiben laenger.... Wiedermal regnet es und wir wollen die Naturstrasse hinter uns bringen, noch ein Mate und Auf Wiedersehen. In San Pedro angekommen, haben wir das schoenste Wetter und alles trocken. Unser Ziel sind die Wasserfaelle von Mocona, noch 75km, kurz ueberlegen - wenn die Strasse gut ist, schaffen wir das vor dem Eindunkeln. Wiedermal fehlt jede Signalisation, kein Schild nichts...die Forstkontrolle hilft uns weiter und schickt uns mitten in den Wald! Uff, kommt das gut? GPS kennt die Strasse nicht...aber immerhin schoene, feste Strasse und LKW's kreuzen uns. Wir erleben die Waldrodung, brutal, mit riesen Maschinen fahren sie in alles hinein und raeumen alles nieder. Noch sind sie nicht durch den ganzen Wald, was fuer uns heisst - schlechtere Strasse. Unser Nachtlager schlagen wir in einer Einfahrt mitten im Wald auf. Holz sammeln und feuern. Die Geraeusche sind vielseitig und etwas gruselig,
ueberall knackts und rauscht etwas und tausend Augen schauen dich an. Die Augen sind Gluehkaefer, viele viele, speziell und natuerlich harmlos. Morgens um 6 werden wir schnell, ein Gewitter naht und diese Strasse....wir sind in 25 Minuten startklar (tolle Leistung, Morgenfrueh und so fit!!) gleich regnet es in Stroemen und die Strasse wird spiegelglatt und schmierig und matschig und fuerchterlich zu fahren. Hard core, unsere Herzen schlugen etwas schneller und der Atem raste, bei zwei Aufstiegen mussten wir halten und Mario tief durchschnaufen und Mut fassen - da kommen wir hoch. knapp,
knapp aber wir schafften es. Gut gemacht Landy u Mario. Fuer 30km 3Stunden, wir waren froh in Mocona zu sein und trauten unseren Augen nicht....Zwei Landrover mit unserm Dachzelt und SG Nummern... Wir freudeten uns an und verbrachten einen tollen Tag mit gemeinsamem Nachtessen kochen. Andrea, Martin und Pajarito, Anita und Roger mit Gaucho, reisen bis .... irgendwann umher, sind tolle Leute und vielleicht treffen wir uns mal wieder. Ihr koennt sie besuchen www.nichtswieweg.ch und dann sindfort nichtswieweg und wir haben unseren Landy ausgeraeumt, sind wir doch neidisch auf die tolle Ordnung die nichtswieweg in ihren Autos haben. Ja meine Lieben, mangelnde
Erfahrung, wir haben schon einige Sachen erkannt, die wir in unserm Landy verbessern koennen. Mario denkt, misst und plant....mal sehen, vielleicht bei Chrigu in Guatemala.....

Unser erster kleiner Schaden dirigiert uns nach Posada. Unser Landy verliert Differenzial- fluessigkeit, da wir noch weit zusammen wollen, suchen wir eine Garage um das zu beheben. Mario und ich haben unseren ersten richtig schwierigen Tag, wir haessele und giften uns an, reden kaum und nerven uns ab allem. Aber das darf ja auch mal sein, sind wir doch schon so lange lieb miteinander! Die Mechaniker der Toyota Garage besorgen unsere Dichtung im nahen Paraguay und flicken unser Riesenbaby. Derweilen erledigen wir unsere Waesche, von Unterhosen bis zur Bettwaesche, riecht wieder gut!! Verpflegen
tun wir uns am Grillstand neben der Strasse, viel Fleisch fuer wenig Geld. Weiter Richtung Nationalpark El Palmar, ist ein weiter Weg und wir uebernachten in La Cruz bei der Seepolizei, nette Herren, gespraechig und wir duerfen ihre Dusche und WC brauchen, sauber und wahnsinnig lieb. Sturm, diesesmal so richtig, muessen unser Zelt zusammenziehen und halten....meine Seite plotschnass, aber es haelt! So packen wir alle Sachen nach unten hinten in den Landy, trocknen! schon wieder ein Puff....doch das schreckte unseren kleinen Polizisten nicht ab!! Einfahrt in die Provinz Entre Rios, (wir haben auf den Tip von nichtswieweg unsere Zusatzscheinwerfer abgeklebt, danke) Kontrolle, schaut das Auto an, fragt nach Feuerloescher und der Anzahl Pannendreicken - 2 natuerlich!! und laesst uns schnell weiter, seine Kollegen bei Concordia nahmens genauer. Frage nach Feuerloescher und er will ihn sehen! Der gute ist hinten unter der Matratze und Gitarre und und und.... Pannendreicke, auch sehen, fuer uns einfacher, die haben wir hinter den Sitzen.... und der kleine Mann ist noch nicht zufrieden, er will das
Abschleppseil sehen! Studier,studier, wo? auf welcher Seite unten im Auto? Alles ausraeumen... und super die falsche Seite, ruhig bleiben, raeumen wir auch die andere Seite aus! jupi, hier sind sie und der kleine fragt noch nach meiner Groesse...fast so gross wie er und laesst uns fahren! Unser Motto: Zeit haben, ruhig und freundlich bleiben und nichts bezahlen. Im El Palmar erholen wir uns. Nachts werden wir aktiv, kommen baerige
Kollegen, die unser Holz klauen, leider klappt das mit der Beleuchtung der Fotokamera nicht so ganz. Aber wir unterhalten uns gut. Werner und Inge aus Deutschland leisten uns Gesellschaft, haben es ganz gemuetlich. Unsere Reise fuehrt uns nach Uruguay, die Thermalbaeder interessieren uns und wir brauchen neue drei Monate fuer Argentinien! Also Mario und ich schnallen die Signalisationen hier nicht, entweder biegt man sofort ab oder spaeter oder irgendwo....so landen wir auf einer holprigen Nebenstrasse anstatt auf der schoenen asphaltstrasse zur Grenze! Wir treffen eine St.Galler auf dem Velo, leider unterhaelt er sich mehr mit sich, als auf Fragen einzugehen..laeck tuet mier dr Arsch weh, hei da machsch eine mit...hetti nie daenkt no a c-asch (CH) z traeffe, laeck i mache eina mit!!! er schenkt uns einen Stadtplan von San Jose, wir verabschieden uns und sind froh! Wie bereits gesagt, keine Schilder und so sind wir gottenfroh ueber den Stadtplan - so fanden wir wenigstens wieder aus der Stadt raus und erreichten die Grenze. Ueber die Bruecke Gral Artigas von Colon nach Paysandu. Ich war ziemlich nervoes, erste Grenze mit Auto.....verlief reibungslos, eine halbe Zwiebel nahm er uns ab, sonst total einfach. Nicht
mal nach der Versicherung wurden wir gefragt...ts ts, dabei hiess es, die sei in Uruguay das Wichtigste, haben sogar ein extra gruenes Beiblatt erhalten....!!!

Was nun viel schwieriger wurde, ist zu Geld zu kommen....bei der Bank nicht moeglich, Bankomaten nein keine.... fragen, suchen, fragen und schlussendlich hat mir eine Kundin einer Bank den 24 Bankomaten mit Internationalen Karten gezeigt! auch das haben wir, einkaufen und ab nach Guaviyu baedele. Wow, die Strassen, super gekennzeichnet und alles signalisiert, richtig ungewohnt! Wir finden die Termas auf anhieb! und geniessen das warme Wasser, die sauber Anlage und tun einfach nichts. Ich lerne etwas Spanisch und Mario malt. Wir wollen nicht hier bleiben und reisen weiter, obsich nach Salto, Tanken....o o, teuer! haetten wir doch noch in Argentinien vollgetankt, haetten viel Geld gespart! Dafuer waren die Tankmaenner aus dem Haeusschen und super nett, alle kenne sie Roger
Federer!!! und wir als Schweizer waren top! Einkaufen...Essen muss sein und hoch zu den vielgelobten Termas von Arapey, leicht radioaktiv...und warm! Wir handeln etwas mit dem Preis, er will fuers Auto auch Geld, da wir aber natuerlich nicht drin leben koennen (:-)) bezahlen wir auch nichts!! Wir baden und getrauen uns sogar vom 1 Meter Sprungbrett mit dem Koepfler!! Wir erleben in Arapey tolle Tage und lernen viele Leute kennen. Mathilde und Timo aus Ósterreich, Armin und Bernd aus Deutschland, Hede und Luis aus
Deutschland mit Wohnsitzen in Venezuele und Chile. Mathilde und Timo sind mit dem Rucksack unterwegs, streng, und reisen bereits ab, aber wir sehen uns wieder! Mit den Deutschen verbrachten wir einen feucht froehlichen Abend im Camper von Armin, lustig, macht Spass, man hoert viel und kann profitieren. Hier haben wir erfahren, dass die Iguazu Wasserfaelle 7-8x so viel Wasser hatten wie normal, desshalb so unbeschreiblich eindruecklich. Vielleicht kreuzen sich unsere Wege wieder irgendwo, Hede und Luis haben uns nach Chile eingeladen, nehmen wir gluecklich an. Unsere Fahrt geht weiter Richtung Tacuarembu ins Valle Eden, wollen eine schoen angschriebene Abkuerzung fahren...und muessen 5 km vor der Asphaltstrasse drehen!! Es war wiedermal eine Naturstrasse pur, so ein Charrweg, wie es mal zu uns auf den Boden war, nur leider hat es auch hier
geregnet und wir getrauten uns nicht mehr durch das Wasser zu fahren. Tja, bei zwei Fahrzeugen kann man das wagen, aber alleine im nichts, nein nein, soviel Abenteuer brauchen wir nicht! umdrehen und ins Valle Eden. Campen auf dem Camping, die Leute hier sind alle irgendwie verflaaescht....sei mystisch hier, ob wir es spueren?? Wir essen unser wohl schlechtestes Abendessen...Makkaroni mit pseudo Cervelats (wuerg, grusig, huss) und viel viel Ketchup und Mayonnaise.....

Wir besuchen das Museum von Carlos Gardel, Tangosaenger und Schauspieler, der in Tacuarembo geboren sein soll oder in Frankreich...sie sind auf jeden fall maechtig stolz und sicher, dass er von Uruguay ist! Den alten Bahnhof, faehrt die BLS wieder? schauen wir uns auch an und das wars dann. Die Fahrt nach San Gregoria de Polanco war wunderschoen, Huegel, Schaffe, Rinder, Baeche, schoenes Schatten Sonnenspiel der Wolken, erinnerte uns an Schottland....und eigentlich ist Uruguay doch flach?? Wir schauen die Malereien der Kuenstler an, die haben das ganze Staedtchen angemalt, interessant und campen am Ufer des Rio Negros. Mario versucht sein Anglerglueck, ich bade....di di diiii, so beissen sicher keine Fische! Tja, hat wirklich nichts genuetzt, gab keinen Fisch zum z'Nacht. Wir haben uns mit einem Ex Flughafensicherheitsmann angefreundet, und er kam gleich mit der oertlichen Presse, um uns zu foetele und in die Zeitung zu bringen. Natuerlich sind wir vor dem erscheinen der Zeitung abgereist...und Fischlos leider auch! Mal sehen, vielleicht mailt uns der Zeitungsfritz mal! Auf unserer Karte sollte eine Strasse ueber den Fluss sein......was wir finden ist eine zwei Auto Faehre, cool, die bringt uns heil hinueber. Wir fahren nach Trenta y Tres und besuchen die Rabenschlucht. Laut Reisefuehrer sollten hier tausende von Raben kreisen! wir zaehlen und zaehlen und kommen auf sieben!! Dafuer ist der Rundweg wunderschoen, laufen ihn am Morgen gleich
nochmal! Die Nacht verbrachten wir im Auto, kein ebenes Plaetzchen und Wind!
Gut haben wir diese Moeglichkeit. Nun ruft der Strand, wir brechen etwas spaet auf und so reicht es leider nicht mehr den hoechsten Berg von Uruguay zu besteigen.....haetten wir die Chance, einen Berg in Suedamerika zu besteigen und verschlafen das!! Ok, nicht so schlimm, er waere 513 MueM...!!! gewesen!! Die Sierra de Rocha ist recht gebiergig, sieht toll aus, vor allem fuer uns, die doch ein flaches Land erwarteten...... In La Paloma sollte man eigentlich Wale sehen, nicht wir! So bleiben wir etwas am Strand im Dorf und grillen wie noch nie, super Glut und super Asado! Nun ruft die grosse Stadt! der Kueste entlang wollten wir nach Montevideo, aber weidermal eine Strasse, die wir alleine nicht fahren, Sand! Also seht, um uns macht euch keine Sorgen, wir wollen noch viel sehen und erleben, aber solche Action koennen wir sein lassen.

Wir kommen nach Punta del Este, schauen uns den Touriort an, machen die obligatorische Foto der Hand-Plastik und duesen weiter nach Montevideo. Schlafen tun wir im Auto hinter dem Leuchtturm, schlendern durch die Stadt, und essen/fressen natuerluch im Mercado del Puerto Fleisch! Hier hat es Grills wie Fastfood buden, eine nach der anderen, es laesst sich leben.....aber Stadt ist Stadt! Wir sind nun in der Kolonie Suiza, Nueva Helvecia und unser Weg geht weiter nach Buenos Aires......

alle Lieben wir gruessen herzlich und hoffen ihr seit alle wohlauf und vergesst uns nicht ganz!!!

Stephanie u Mario mit Landy