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Mario und Steffi... sind fort ...com


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10. Bericht                                                         Fotos

24.06.2006

Reisebericht Nr. 10,  Sucre – San Pedro de Atacama                  

Da sind wir wieder und erzählen weiter von Sucre, Julie & Mönä, Altiplano, verschneiten Vulkanen, dem Pazifik, unserem Kämi, der Mine, der Sackgasse, den Tatio-Geysiren und San Pedro de Atacama

Sucre, Nicole und Christoph,  beide von daheim, sie sind mit dem Rucksack unterwegs. Sie schrieben uns in unser heiss geliebtes Gästebuch, das sie in Südamerika unterwegs sind….  

Im Innenhof vom Pachamama, ich schreibe Reisebericht (Nr. 9!!!) und Mario bastelt am Landy, als eine junge Frau ihn anspricht….es ist Nicole….

Und nun ist er da, der grosse Tag – heute kommen Julie und Möni an…..ich bin nervös, hoffentlich kommen sie gut in Sucre an, sie haben einen strengen Flug. Wir fahren mit dem Mikro zum Flughafen, sehen weit und breit kein Flugzeug, aber bereits unsere Frauen mit den Trampern…..ich remple Möni an, sie schaut mich kühl an und gleich noch mal, und nun ein strahlendes Lächeln.

Hallo herzlich Willkommen, mit Freudetränen – ach wie schön.

Mit dem Taxi fahren wir ins Pachamama, das Auto hatte seine Mühe, uns mit all dem Gepäck die steilen Strassen hoch zu fahren…. Den ganzen Tag sitzen wir im Garten, essen, trinken und plaudern und freuen uns an den Mitbringseln….muss Julie immer wieder drücken – kaum zu glauben, dass sie da ist. Die beiden sind super fit und erst beim Abendessen kommt die Müdigkeit, schlaft aus ihr Lieben.

Mario packt den Landy reisefertig und wir drei erkunden Sucre. Wir laufen Gassen hoch und runter, bestaunen Coiffeurgeschäfte, die farbigen Busse, strahlend weisse Kirchen, grüne Parkanlagen, den Bahnhof, kaufen am Strassenrand Mandarinen und besteigen den Mini-Eiffelturm. Oben in Recoletta haben wir einen Rundblick über die Stadt, gönnen uns ein Sandwich und ein Bier und geniessen den Sonnenuntergang. Möni smslet Mario, wo wir sind und dass es später wird…..seine simple Antwort erschien ihr spanisch…. (wenn ca oeppä…)

Im Supermarkt treffen wir uns und kaufen schon mal etwas ein, leider hat es keinen Schweizerkäse mehr – übrigens der beste Käse seit wir unterwegs sind und ebenso das Brot, wie unsere Bürli daheim, lecker.

Die Lieferung kommt irgendwann, denn im Moment haben sie eine Strassensperre rund um Sucre…..o, oo! Unsere lieben Frauen haben nicht unbegrenzt Zeit….

 Am Abend gehen wir Simmentaler gemeinsam essen, chinesisch! Julie und Möni mögen Spanisch, sie reden fliessend und verstehen alles…Kunststück!!

Wir besuchen die Dinosaurierspuren mit dem Dinotruck, steile Felswände mit verschiedenen Abdrücken von unterschiedlichen Dinosauriern, konnte mir all die „auruse“ nicht merken….Julie brachte einen Zeitungsausschnitt aus der Schweiz mit, es sind Berner Geologen, die die Wand sichern und so die Spuren schützen. Rund um wird gebaggert und herumgefahren – ausgerüstet mit Helm spazierten wir mitten durch die Baustelle!! Zurück in der Stadt, essen wir Empanadas, Kuchen mit Kaffee im Las Delicias und kaufen auf dem bunten Markt ein. Einen Dampfkochtopf, damit wir das Essen für unseren lieben Besuch gar kriegen, Gemüse und Mario sagenhafte 26 Stück Bananen für 4 Bolivanos, ungefähr 66 Rappen! Zum Abendessen gibt es zwei ganze Hühner, saftig und würzig gegrillt.

Viktor, Chef vom Pachamama, organisiert uns Wasser, wir tanken 40Liter zum Spottpreis von 24 Bolis = Fr. 4. —  Nun sind wir startklar! Nur die zig geschriebenen Postkarten müssten noch auf die Post, unglaublich, die Beiden haben Vollgas gegeben! …..Möni und ich eilen auf die Post, die Schalterdame und wir beide kleben fleissig Marken, fertig!…..äähhmmm, in Bolivien ist eigentlich alles sehr billig und so kommt es, dass wir trotz allen Taschen leeren und den letzten Rappen zusammen kratzen, sagenhafte 4 Bolis zu wenig hatten (das sind 26 Bananen…..) ein netter Tourist schenkt uns die Bolis……hi hi hi, da sind wir voller Geld und haben es nicht dabei……

Alle vier in den Landy, tanken und los. Unser Ziel ist der Salar de Uyuni, der grösste Salzsee. Wir fahren durch super Landschaften, Felsformationen, Schluchten, Bäche, alte Brücke, Lehmdörfer, Altiplano, Lamas und Weite. In den Termas von Chaqui, bei Roxane, baden wir, Julie und Möni – hart im nehmen, duschen sich vorbildlich mit eiskaltem Wasser, ehe sie in das Becken steigen – Mario und  ich…verweichlicht…. verweigern die Dusche!!! Im Becken trinken wir gemütlich Mate.

Im Zimmer der Beiden, lösen wir Sudoku’s und haben es saugemütlich. Gestärkt durch ein tolles Frühstück setzen wir unsere Reise fort. Potosi, Mario und der Landy, mögen fahrend Städte einfach nicht…..die Strassen, oder ähnlich, sind eng und natürlich hat es nirgends Richtungsschilder. Kurz entschlossen kurbelt Mario die Scheibe runter und fragt einen Polizisten im Wagen nach dem Weg Richtung Salar… Der Freund und Helfer wendet sein Fahrzeug und weist uns den Weg. Als Dank erhält er Schweizer Schokolade – er lächelt freundlich, doch wäre ihm Geld sicher lieber gewesen.

Die Strasse ist holprig, wir passieren unsere erste Militärkontrolle, der Wind war kalt und stürmisch, doch der junge Militär versuchte seinen Lohn aufzubessern, er meinte wir müssten ein Bolivianisches Nummernschild haben, um weiterzufahren…hätten wir doch noch so gerne….Mit dem Einreisestempel auf dem Carnet war die Reiseerlaubnis erbracht und er öffnete die Barriere ohne weiteres Probieren. Doch wir werden Uyuni heute nicht erreichen. Ein Weg zu den Hochspannungsleitungen zweigt ab und wir finden ein nettes Versteck. Möni und ich gehen in unserem grossen Garten spazieren und Julie und Mario haben Küchendienst. Im Auto spielen wir Yatzee und essen Güezi, warten bis sich der Wind legt, die Frauen schlafen im Landy  und wir im Zelt.

Die Nacht sei kalt und das Bett hart gewesen, wir hoffen, dass sie sich daran noch gewöhnen. Schneidig räumen sie das Auto auf und streichen uns sogar Brötchen – so lässt sich leben. Ich geniesse es extrem, es ist unbeschreiblich sie hier zu haben, und sie sind lieb, unkompliziert und problemlos. Nach gemütlichem und ausgiebigem Zmorgnen, holpern wir weiter, …über die Kuppe und wir sehen das Weiss des Salars….und im Nichts ein Etwas wie eine Stadt….wir sind in Uyuni. Staubig, holprig und urchig, ein Plaza und eine Kirche, Souvenirläden und Indigenas.

Im Hostel Marith parken wir im Garagenhof und die beiden nehmen ein sonniges Zimmer. Möni schneidet mir die Haare. Hunger, so leisten wir uns zum Apero ein ganzes Hühnchen…..die Resten können wir ja dann zum Frühstück essen und so halten wir uns alle zurück!!! Im Restaurant essen wir Lamafleisch mit Härdöpfelstock und trinken Bier.

Salar de Uyuni, das weisse Paradies, wir kommen! Zuerst vorsichtig wegen der Ojos, den Wasserlöchern, dann aber immer mutiger erkundigen wir das salzige Weiss. Die Fläche ist eben und es holpert nicht. Eingangs Salzsees bauen sie Salz ab, man sieht überall kleine Salzmatterhorns….das Salzhotel besuchen wir und leisten uns ein ziemlich teures Twix, weiter zur Isla Pescado, eine Insel mit hohen Kakteen ragt aus dem weissen Salzsee. Der Besuch, die Aussicht und die Wanderung sind unvergesslich. Die Nacht verbringen wir auf einer Nachbarinsel, bereits ein eingespieltes Team, kochen, plaudern, Bett bauen, schlafen, z’Morgnen, Abwaschen. Es fägt!

Wir stoppen für Fotopausen…und knipsen wie die Wilden….leider hat unser Kämi einen Schatten auf allen hellen Bildern, sehen nicht gut aus. Schade, um all die mega genialen Fotos und Dankeschön an die Fotografinnen! Wir verlassen dieses Naturschauspiel und bleiben noch eine Nacht in Uyuni, ehe wir die Weiterreise nach La Paz starten. Internet, auswärts Essen, einkaufen und Sudoku lösen – werden schon richtig gut!!

Die Strasse ist halb so wild, die Flussüberquerungen nicht tief und die Landschaft karg, aber wunderschön. Wir übernachten bei Thermen, gönnen uns jeweils ein Bad oder zumindest eine Art Dusche… und geniessen jeden Tag, es ist absolut toll, die Frauen sind topp Reisegefährten. Da wir sehr gut im Zeitplan sind, lassen wir La Paz noch aus und fahren weiter an den tiefblauen Titicaca-See. Der grösste See von Südamerika und ca. 15x so gross wie unser Bodensee… 30% des Sees gehört Bolivien und über die engste Stelle, Estrecho de Tequina, setzen wir mit einer schütteren Fähre über und kurven bergauf und ab nach Copacabana.

Der Titicaca-See ist noch blauer als der Himmel, die Anbauflächen richtig grün und die Bäume und Sträucher leuchten in allen Herbstfarben. Wir parken beim Hotel Gloria, machen Siesta am Seeufer und essen Forelle.

 La Paz! Die Stadt ist riesig! Wir fahren von El Alto die Autopista hinunter in den Stadtkessel, Mario manövriert uns sicher, doch sichtlich nervös, durch den Verkehr. Auf dem Weg zum Hotel Oberland, Stadtteil Mallasa, ausserhalb der Stadt, finden wir eine Tankstelle mit Diesel…..haben bereits mehrere abgeklappert doch immer hiess es: no hay Diesel..!! Hier im Oberland wollen wir die restlichen Tage verbringen. Unsere abgehärteten Frauen machen noch Ferien im Hotelzimmer…mit Fernsehen – was vor allem Mario freut!!

Auf dem Gelände vom Oberland parken bereits zwei Land Rover, Philipp und Stephanie aus Frankreich und stellt euch vor – Berner! Sarah und Beat mit Hund Josi. Tolle Leute hier.

Mit dem Taxi fahren wir ins Zentrum, Plaza San Francisco, lädele in der Gasse Sagarnaga, voller typischer Souvenirs – bunte Tücher, Decken, Taschen, Alpakapullover, Umhänge…..und vieles mehr. Auf dem Hexenmarkt gibt es Knochen, Pülverchen, Kräuter und so richtige Verkäuferinnen…. Und natürlich schlagen wir zu und verfallen dem Kaufrausch…. Die Stände sind farbig und einfach gebaut, ein paar Meter weiter unten ist der Prado, die Hauptstrasse von La Paz mit teuren Restaurants und Schickimicki Läden wie überall auf der Welt! La Paz ist eindrücklich, sind die Wolkenkratzer auf 3000 MüM wächst die Stadt den ganzen Talkessel hoch bis nach El Alto auf über 4000MüM. Unten sind die Reichen und das Finanzzentrum und je höher und kälter, werden die Häuser ärmer und so auch die Menschen. El Alto ist hauptsächlich bewohnt von Aymara Indianern, die die Ernte der Felder in La Paz verkaufen. Im Hintergrund der Stadt, hinter all den vielen Häusern, sieht man Schneeberge…der 6439 m hohe Illimani ist der Hausberg und thront weiss und stolz in der Königskordillere.

Im Hotel Oberland machen wir Ferien! Essen gut und zuviel…..Fondue Chinoise, viel Fleisch und leckere Saucen, wir schlagen zu und vergessen voll und ganz die Höhe!! Man leidet danach an Magenkrämpfen und Durchfall…..also nur leichte Nahrung oder einfach nur bis fast genug essen…!!

Mario und Philipp fahren die Todesstrecke mit dem Mountainbike….

 Ich Schreibe:   6.00Uhr Uff, früh aufstehen und das in den Ferien. 6.30Uhr kommt ein Taxi mich und Philipp  (Franzose) abholen so dass wir um 7.00 Uhr in der Stadt am Treffpunkt sind. Uji sind da viele Leute hoffen die kommen nicht alle mit uns da runter. Es gibt drei Gruppen, wir Gruppe 2, aber weil unser Guide ein Neuseeländer ist, verstehen Philipp und ich nur Bahnhof. Frage dann andere Personen und die sagen uns, dass wir den blauen Bus nehmen müssen.

Ok dann los, im Bus redet der Guide wieder in seinem super Englisch von zwei Gruppen schnell und langsamer wir verstehen die Hälfte wieder nicht. Zum Glück, denn so kommen wir in die schnelle Gruppe mit nur 6 Personen (1 Ami 3 Engländer und wir zwei) in der zweiten Gruppe sind ca.20 Leute. Am Startpunkt 4760müm.Gibst Bike, Helm und Handschuhe. Nach einem Schluck Schnaps übers Fahrrad und einer intus geht’s los. Die ersten 1500 Höhenmeter machen wir auf Asphalt. Was wir 2 nicht wussten, dass wir noch 10 Km aufwärts fahren müssen und das auf 4000 müm.  …. seit 9monaten fast keinen Sport.

Ich war überrascht wie gut es mir lief Philip musste schieben.

So von nun an nur noch abwärts und Stein- bis Staubpiste.

Die Strasse wurde enger, so das der Guide immer voraus fuhr und uns warnen soll, wenn ein Auto entgegenkommt. Aber weil ich ja gerne runterfahre, war ich ihm immer auf den Fersen und so nützte das Warnen bei mir nicht viel, musste selber schauen. Der Ami und die Engländer haben immer das nachsehen. Waren aber gleichwohl so schnell, dass wir eine Gruppe nach der anderen überholten.

Wie weiter runter wir kommen, wie staubiger wird es.

Der Guide erzählt uns von denn Unfällen, man sieht Trucks und Autofracks  150m tiefer liegen, überall Kreuze, ja es sind schon Leute mit den Bikes über die Klippe gefahren. Zuletzt eine Französin, ihre Bremsen haben versagt, leider ist sie gestorben.

Nach 64km und 3650 Höhenmeter auf 1100müm erreichten wir das Ziel.

Sofort gab es ein Bier für den Staub runterzuspülen.

Von da fuhren wir  in ein Hotel zum Duschen und Essen.

So, und jetzt wieder zurück, gut das wir die Bikes aufs Dach montieren können, weil aufwärts wäre nicht meine Stärke. Beim Zurückfahren sahen wir noch viele Gruppen, die noch immer unterwegs waren. Zum Teil im Auto, andere am Strassenrand am weinen. Da muss ich sagen, wir haben bei der richtigen Agentur gebucht, sie war die teuerste aber der Service war super. Immer Wasser, 2 kleine Verpflegungen unterwegs, im Hotel Buffet, bei jedem grösseren Stopp wurden die Bikes geprüft.

Beim Zurückfahren konnte man die super Landschaft geniessen und waren etwa 3 Stunden vorher zurück.

Es war ein super Tag, aber auch anstrengend so viele Höhenmeter machten mir in den nächsten Tagen zu schaffen, Bauchkrämpfe und Durchfall. Ich habe immer gesagt, Sport ist gar nicht so gesund wie alle sagen. J 

 Unsere lieben Welschen kommen auch noch mal nach La Paz, Simon muss zum Zahnarzt, so lernen Julie und Möni die Familie von Stürler kennen. Wir spielen mit den Kindern Schach, Julie kann es noch!! Und betreuen Alma, der es ebenfalls übel ist! Und schon heisst es packen und Ade sagen, morgens um 04:00h wird uns das Taxi holen und Julie und Möni auf den Flughafen bringen – natürlich begleite ich sie, etwas sehr früh, aber ich koste jede Minute die mir noch bleibt….. zum Abschied sage ich nichts! Es war schrecklich, meine Augen brennen immer noch!!!

Ich bleibe bis das Flugzeug nicht mehr zu sehen ist und fahre mit dem Taxi zurück ins Oberland, erlebe einen tollen Sonnenaufgang über La Paz –

es fängt neu an, ich freue mich auf die Weiterreise.
Wir kurieren uns im Oberland und fahren durchs wunderschöne, weite Altiplano vorbei am höchsten Berg/ Vulkan von Bolivien, dem Nevado de Sajama mit 6520 m,  am höchsten See der Erde, dem Lago Chungara auf 4750 m und den eindrücklichen Zwillingsvulkanen Pomerape (6250m) und meinem Liebling dem Parinacota (6330m).

Die Landschaft geht fliessend weiter von Bolivien nach Chile. Tagelang sind wir in endloser Weite unterwegs, in herrlicher Landschaft, tags bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen und nachts wird es kalt mit entschädigendem Sternenhimmel. Wir treffen kaum Autos, aber eine Fussgängerin….Sarah aus Verbier, marschiert von Santiago de Chile bis nach Machupicchu! Die Nacht war eisig kalt und sie hat ihren schlechten Tag…wir muntern sie auf und schenken ihr eine echte Schweizer Milch-Nuss-Schokolade von Cailler. Hut ab, es ist nicht einfach alleine und zu Fuss – vielleicht sehen wir uns wieder in Peru??

Am Pazifik tanken wir dicke Luft mit viel Sauerstoff, tut uns gut. In Iquique versuchen wir unser Digikämi zu reparieren, doch leider ist der nächste Technische Service in Santiago und es würde zu lange dauern und zu viel kosten – kurzerhand kaufen wir eine neue Kamera, wohl etwas teurer als in der Schweiz, aber wenigstens können wir weitere Bilder knipsen.

Wir finden einen schönen Standplatz am Pazifik, erholen uns und tun wenig bis gar nichts. Mario säubert den schönen Fleck von Müll und ich backe ein Brot. Es ist mein Geburtstag….. und ich habe mir Fondue gewünscht.

Tschüss schönes Plätzi, wir fahren der Küste entlang, die Strasse ist kurvig und bergig, passieren eine Zollkontrolle, der Zöllner blickt kurz ins Auto und in die Papiere, habe es nicht ganz begriffen, wahrscheinlich wegen der Zollfrei Zone in Iquique ?...sogar durch einen Tunnel bis Tocapilla, und biegen wieder ins Landesinnere. Nun sind wir in der Atacama Wüste, steinig braun-grau, und Sandflächen mit Dünen und am Horizont die mächtigen Gipfel der Anden. In Chuquicamata besuchen wir die grösste offene Kupfermine der Welt.

Ein abscheuliches Loch in der Erde. Riesige Lastwagen transportieren das gesprengte Gestein zur Verarbeitung. Die schweren Brocken werden verkleinert, geschmolzen und mit Chemikalien wird Kupfer getrennt. Der Kupfer hat einen Preis von 7$ das Kilo und die Restmineralien, davon auch Gold und Silber, werden nach Belgien verschifft und dort weiter verarbeitet. Codelco, die staatliche Kupfergesellschaft von Chile ist Betreiber der Mine und Kupfer ist das wichtigste Exportprodukt des Landes.

 Schon wieder steigen wir auf über 4000m, hoch hinaus zu den berühmten Tatio-Geysiren. Wir folgen der Strasse via Chiu Chiu, Aquina, Lizor  - Tatio….doch ein Schild „Camino cortado“ sperrt die Weiterfahrt! Wir fahren bereits einen Weg, der eher einem Flussbett gleicht als einer Strasse, und spazieren den gesperrten Weg…bis die Strasse weggespült ist. Tja, das war wohl nichts… In Toconce fragen wir bei der Polizeistation nach, leider existiert kein anderer Weg und wir dürfen die ganzen Kilometer wieder zurück fahren…dritte Sackgasse unserer Reise und die Dieselpreise hier sind zum heulen!

 Am Nachmittag kommen wir bei den Tatio-Geysiren an, ich gönne mir ein Bad und Mario kocht Eier im 85 Grad heissen Wasser….50:50! Er verliert zwei von vier Eiern!

Neu, seit April 2006, bezahlt man Eintritt 3500 Pesos pro Person und sie bauten einen Touristenkomplex (Tatio Mallku) mit Schlafgelegenheit, WC Anlage und Küche. Die Einheimischen, aus den Dörfern von hier oben (Toconce, Caspana) arbeiten nun hier und schützen so die heikle Natur. Sie bauten Wege und Schutzmauern, so dass eigentlich keiner zu nahe an die Geysire heran kommen sollte….aber wie es so ist, wir beobachten Touristen, die willkürlich herum laufen und für das Foto, leichthin die Grenzen überschreiten. Die blubbernden Löcher und dampfenden Krater können schwere Verbrennungen zufügen, der Boden ist sehr zerbrechlich und bricht man ein, landet man in kochendem Wasser.

Vor dem Sonnenaufgang (unglaublich wir schaffen es!) sind die Dampffontänen am schönsten, so stehen wir um 05:00Uhr auf temperieren den Landy (Standheizung) und legen Schicht für Schicht Kleidung an, bevor wir in den kalten Morgen hinausgehen, um die Geysire spritzen zu sehen. Speziell, die Erde lebt.

 San Pedro de Atacama, gilt als bekanntester Wüstenort in Chile, ein schnuckeliges Dorf mit vielen Reisebüros, die alle möglichen Touren anbieten. Wir gehen essen und schauen dabei den WM Match Frankreich – Südkorea, fiebern mit den Koreanern, haben überhaupt keine Ahnung von Schutten, doch freuen wir uns über gute Resultate der Schweizer, vielleicht werden sie ja Weltmeister….???

Wir erkunden die sehenswerte Umgebung, geniessen die Sonne und den Sand, den Ausblick auf den Vulkan Licancabur (5916m) im Valle de la muerte und testen Sandboarding. Ist mega cool, wenn der anstrengende Aufstieg nicht wäre – schnaufen wie Dampflokomotiven….fahren aber fast wie Könner die Düne runter!

Im Valle de la luna kraxeln wir durch die Höhlen und bewundern die bizarren Erd-Stein-Salz Gebilde, fantastisch, und bestaunen, mit ein paar Touris…. den Sonnenuntergang. Zurück in San Pedro besuchen wir das Museum mit den gruseligen Mumien, einkaufen und duschen und es kann weitergehen…..

 Nun sind wir erholt und fit, um erneut ins hohe Altiplano zu fahren. Wir werden nach Bolivien fahren an die Laguna Verde und Laguna Colorada und noch mal zum fantastischen Salar de Uyuni….

Drückt uns alle die Daumen, dass der Schnee noch etwas wartet und es nicht all zu frostig wird,  wir werden uns in Höhen von bis zu 5000 Meter bewegen – fahren!!!....und der Winter beginnt….

 Zum Schluss allen herzlichen Dank für die Gästebucheinträge, Mails und Sms, freuen uns immer sehr. Bleibt gesund und munter, bis zum nächsten Mal.

 Den Juni-Geburtstagskindern von Herzen alles Gute und Gesundheit – und speziell denen, die 30 werden……lasst es krachen!