12. Bericht
Fotos
Reisebericht Nr. 12, Arequipa – Huaraz – Macara, Peru
(August/September 06)
Hallo alle Lieben
…… wie ihr sicher festgestellt habt, ist unser Flieger
ohne uns in Zürich gelandet….wir haben uns entschlossen noch einige
Monate anzuhängen!!
Einmal hier, kosten wir es voll aus.
Unsere Reise führte von Arequipa südwärts nach el Alto,
wo wir dank der Polizei die Abzweigung zum Colca Cañon fanden. Man sieht
eindrückliche Bewässerungs-Systeme, grasgrüne Terrassenfelder und die
herrlichen Kondore. Frühmorgens sind wir am Aussichtspunkt – noch
alleine…. Doch die grossen Vögel wollen nicht nur für uns fliegen!!!
Immer mehr Touristen kommen an und dann auch die Kondore. Majestätisch
wie sie in der Thermik gleiten, über und unter uns schweben, alte mit
dem unübersehbaren weissen Kragen und jüngere noch schwarze. Sie segeln
alleine oder gemeinsam, eindrücklich, und sie sind wirklich riesig.
Wir bleiben bis um eins am Cañon, laufen der Schlucht
entlang und dürfen die ganze Zeit immer noch vereinzelte Kondore
bestaunen.
Bei der Touristenpolizei erkundigen wir uns nach dem Weg
durchs Landesinnere nach Cusco, wäre zig Kilometer kürzer und
billiger….keine Maudstellen zu passieren! Doch die netten Herren raten
uns ab, keine gute Strasse und zu gefährlich wegen Überfällen. Ja dann,
lassen wir das und fahren die asphaltierte Strasse zurück nach Juliaca
und dann nordwärts nach Cusco. Aber erstmal haben wir eine Dusche nötig,
die Thermalbäder von Chivay sind dafür gerade richtig…. Wir baden in dem
heissen Wasser und beobachten diverse Touristen, lustig!
Wir dürfen auch die Nacht auf dem Parkplatz neben der
Kapelle verbringen. Ruhig und sicher.
Erneut stehen wir früh auf, wollen nach Cusco – verdammt
weit weg, aber auf Teerstrasse sollte es machbar sein. Und so fahren wir
und fahren und fahren und wir fahren immer noch, zur Abwechslung
bezahlen wir mal eine Peaje und machen Pinkelpause, dann fahren wir und
fahren, und essen mal etwas aber fahren gleich wieder weiter!! Kurz vor
Cusco müssen wir tanken, erwägen kurz die Nacht hier zu verbringen,
wissen aber, dass wir in Cusco bei Helmie auf einem Camping mit grüner
Wiese stehen können und Freunde dort sind – eh ja, schon überschnurret,
wir fahren einfach noch weiter!!! Natürlich kommen wir im Dunkeln in der
„munzigen“ Stadt an…..bereits überanstrengt und leicht gereizt, suchen
wir nun Helmie…. Und wir suchen, suchen und noch mal suchen…. Laut GPS
Daten sind wir immer super nah dran, aber die Stadt steigt immer an und
die Gassen sind nun wirklich eng und schmal. Eigentlich hätte ich ja
eine Wegbeschreibung, vom Plaza aus….aber nicht mal die finden wir!!
Dann endlich, man glaubt es kaum….in zwei Minuten sind wir da!
Wir begrüssen unsere bekannten Reisenden und werden von
Inge und Gunter bewirtet, super, denn Mario und ich waren uns nicht so
einig…!!!
In Cusco auf dem Campingplatz von Helmie, Quintalala,
verbringen wir eine tolle Zeit. Wir pflegen die Sozialen Kontakte hier
und vor allem daheim. Rüsteten uns modern aus mit einem Wireless-Stick
und Skype Guthaben. Das heisst, wir empfangen kabellos Internet und
können via Internet preiswert telefonieren. Hat mega Spass gemacht die
Stimmen von zu Hause zu hören.
Akte Machupicchu…. Helmut und Angelika und wir, wollen
versuchen so nahe wie möglich an die berühmten Ruinen zu fahren. Helmut
erstellt ein perfektes Dossier mit Satellitenbildern und Wegpunkten, na
dann los!
Auf dem Pass Abra Malaga, 4200!, müssen wir rasten, denn
die bauen an der Strasse und lassen den Verkehr nur in einer Stunde
12-13h durchfahren. Angelika macht Rühreier, Käse und Brot, sitzen an
der Sonne und warten geduldig. Wir werden registriert und Helmut fragt,
ob wir nach Aguas Caliente fahren können…Si, claro! War die Antwort…auf
das trinkt er ein Bier und ich ein Ouzo…, spüre ihn in den Beinen!!!
Die Strecke ähnelt den Yungas von Bolivien, steile
Abhänge und enge Kurven. Wir stecken schon wieder fest, ein Bergrutsch
muss erst weggeräumt werden, also erneut warten. Doch dann, freie Fahrt
bis Santa Teresa, Helmut fragt einige nach der Strasse nach Aguas
Caliente, steht 4 zu 1!
In Santa Teresa kommen wir im Dunkeln an, stellen uns
nach Hin und Her auf den Campingplatz. Angelika und Mario kochen und wir
können seit langem draussen sitzen. Allerdings hat es lästige
Stechfliegen, das Übel von niedrigen Höhenlagen!
Morgens, voller Tatendrang suchen wir einen Weg. Zwei
Flussarme überqueren wir problemlos (Brücken), doch der Rio Urubamba ist
breit, steile Uferböschungen, riesen Chempen drin und reissende
Wassermengen – ein paar Stunden Arbeit und Stauen…eventuell käme man
dann durch…denn auf der anderen Seite hat es eine gute Strasse, dort
verkehren Lkws! ….doch wir lassen es bleiben. Es ist sogar eine Brücke
im Bau, fast fertig, dann aber hat die UNESCO die Arbeiten gestoppt, sie
prozessieren nun und hoffen fertig bauen zu dürfen. Schade, Akte
Machupicchu geschlossen!
Helmut und Angelika fahren zurück nach Cusco, zu Lola und
Willi und wir packen unseren Rucksack und laufen….wohl etwas weiter als
geplant!!
Die Strecke ist traumhaft, entlang dem Rio Urubamba auf
den Eisenbahngleisen, umrunden wir die Machupicchu Berge, sehen die
Ruinen von unten teilweise sehr gut. In Aguas Caliente, übrigens
hässlich, alles noch im Bau und voll auf Tourismus ausgerichtet,
übernachten wir im Hostel Tourist (!!), heisse Dusche und zentral. Der
Eintritt von Machupicchu ist seit dem 2. August um 50%
gestiegen…..kostet nun 118.50 Soles, das sind fast 50 Schweizer
Franken!! …fürs Hotel zahlen wir 40 Soles., 16 Franken! Hoch laufen
wollen wir auch nicht, da kassieren sie für den Bus auch noch mal 6$
einfach, pro Person! Sie wissen wie Geld verdienen!!! Ok, wir Duble
zahles ja o!
Am Morgen wollen und gehen wir mit dem „ersten“ Bus nach
oben – aber es hat schon extrem viele Leute und viele Busse in
Betrieb…eh ja, es ist eben Hauptsaison! Vor dem Eingang stehen wir eine
Viertelstunde an, dann endlich sind wir drin.
Wir sind in Machupicchu!
Wir steigen sofort hoch zur Kapelle, um das berühmte Foto
zu knipsen, mit möglichst wenig Touristen auf dem Bild! Folgen weiter
dem Inkaweg nach Intipunku, und bestaunen die Anlage. Eindrücklich, wie
sie eine ganze, gut ausgerüstete Stadt an- um- in den Berg gebaut haben.
Auf den Wayanapicchu können wir leider nicht steigen, denn sie
limitieren ihn auf 400 Personen und die waren um 9h (!) bereits oben –
komisch, um diese Zeit schon? Jenu, er wäre sowieso zu steil …!
Ein grünes Fleckchen lädt uns zum Nickerchen ein, wir
machen Siesta, essen Frühstück und beobachten die Besucher. Gegen den
Strom steigen wir zum Intiwatana, dort wo die Sonne angebunden wird.
Hören den diversen Führern zu, und lassen uns so viel erklären….. fast
unbeachtet wird das Cruz del Sur, ein Stein in der Form des Kreuzes des
Südens, hier zeigt die Spitze genau nach Süden. Haben wir mit dem GPS
Kompass nachgeprüft. Leider ist die Magie der Anlage verschwunden, es
gibt viel zu viele Besucher, ca. 3500 täglich. Trotzdem, ist es einmalig
dort oben zu stehen, in den präzisen Mauern herumzuwandern und sich
vorzustellen wie es hätte sein können.
Wir verbringen noch eine Nacht im Tourist und stellen
erstaunt fest, dass wir den ganzen Tag eine Stunde zu spät dran
waren…und es regnet was äs abemah! Wie lange haben wir keinen solchen
Regen mehr gesehen und gerochen?? Ewigs….
Obwohl Hauptsaison ist, hat es kaum Leute im Dorf, die
Restaurants sind leer und die Kellner versprechen einen das Blaue vom
Himmel, nur damit man einkehrt. Leider sind wir auch so auf einen
charmanten Herrn reingefallen!! Die Portionen seien gross und die
Getränke inbegriffen! Denkste, das Essen war gut, aber man musste es auf
dem Teller suchen und auf der Rechnung waren die Getränke auch
notiert….wir strichen diese und bezahlten soviel wie abgemacht…und
natürlich kein Trinkgeld! Der Gauner rannte uns noch nach, doch Mario
war wütend genug und schickte ihn zum T…..!!!
Eine Einheimische grillte Spiessli, so bekamen wir auch
noch genug!
Die Wanderung nach Hause, zum Landy, war erneut
wunderbar, die Düfte im Urwald, so frisch runter gewaschen und die
blühenden Blumen.
Auf dem Rückweg nach Cusco besuchten wir noch den
farbenfrohen Markt von Pisaq, mit allen Möglichen und auch Unmöglichen
Souvenirs an unzähligen Ständen. Verbrachten die Nacht auf dem Parkplatz
der Salinas. Am Morgen bei sonniger Beleuchtung besuchten wir die
Salzterrassen und fuhren via Sacsaywaman zurück zu Helmie. Ein
herzliches Wiedersehen mit Helmut und Angelika….sie fahren morgen ganz
touristisch mit dem Zug nach Machupicchu…!!!
Wir bleiben noch einige Tage in Cusco, grillen, lernen
Klaas kennen, gehe mit Tessie zum ersten mal auf den Markt Fleisch
kaufen, und Susanne und Peter kommen – trinken zur Freude eine, zwei, d,
v, Flaschen Wein…!!
Dann Tschüss ihr Lieben, wir wollen die Nasca Linien
sehen, ehe sie weg sind….!!!
Wir sind kaum ausserhalb Cusco, da sehen wir einen
strammen Radler. Wie immer kurbeln wir das Fenster runter und fragen auf
Spanisch, ob alles in Ordnung sei und sie etwas brauchen….dieser las
geschickt unsere Elektro-Tschanz Werbung und antwortete fröhlich in
Schweizerdütsch. So lernten wir Alain kennen, der in Argentinien die
Schnauze vom trampen voll hatte, sich ein Velo kaufte und seither mit
seiner Señora Esperanza unterwegs ist. Wir plaudern und lassen uns
verregnen und plaudern weiter. Leider fanden wir keinen Schlafplatz für
uns drei, und so haben wir Alain nicht mehr gesehen….aber hoffentlich in
Ecuador.
Durch diese Unterhaltung dunkelte es in Abancay und wir
verbrachten die Nacht auf einer Tankstelle namens El Diego! Ernährten
uns von Standspiessli und Gschwellte!
Noch ein Pass und wir sind in der Wüste und schon bald im
la maison suisse und noch viel schneller ausgerüstet mit einem
Flugticket für die sagenhaften Nascalinien.
Haben uns von Carlos vollquatschen lassen und gar nicht
gehandelt…..selber schuld. So haben wir den „langen“ Flug und zwei
Campingnächte mit heisser Dusche für 140$ gekauft!! Seht ihr Lieben
daheim, und wir können es doch - Geld ausgeben!!
Wir parken und hängen in den hängenden Hängematten rum.
Unser Flug wird auf den Nachmittag verschoben und Carlos nimmt uns
„gratis“ ?! mit in die Stadt. Wir schlendern rum, verzichten aufs Essen
– weniger Mageninhalt für den Flug….. herzliche Grüsse an Sarah!!
Kaufen wenig ein und fahren vorzeitig zurück. Angekommen,
kaum aus dem Taxi raus, werden wir gerufen für einen früheren Flug. Also
dann, Scharrbilder wir kommen – mal sehen was von Dänikens
ausserirdischen Flugplatz zu bieten hat! Unser kleines Flugi hat bereits
die Starterlaubnis, als Mario anzurennen kommt…..keine Zeit für irgend
ein Glas Baldrian oder Notfalltropfen!!
Wir sind schaukelnd in der Luft und versuchen die
Erklärungen des Piloten zu verstehen, und staun…unter uns, super
sichtbar die diversen Figuren.
Der Pilot dreht mal rechts und dann links herum, so dass
alle die Figuren sehen können. Allerdings schaukelt es gewaltig und das
Fotografieren ist schwierig, auch die Kamera wiegt viel mehr!
(Fliehkräfte) und unsere Mitfliegerin füllt geschmacklos ihre Kotztüte!
Es ist ein geniales Erlebnis diese Zeichnungen
unbekannter Herkunft aus der Luft zu sehen. Sie sind deutlich sichtbar
inmitten unzähligen Linien und Trapezen und ebenso unübersehbar die
Panamericana die schnurgerade, ohne Pardon mitten hindurch führt.
Wir landen nach 35 Minuten, also „nur“ der kleine Flug,
aber es war absolut lohnenswert und unvergesslich. Und sind wir ganz
ehrlich, wir waren froh am Boden zu sein. Schliesslich hatten wir
Hunger!!! Ts ts ts!!
Unser nächstes Ziel war die Oase Huacachina mit grossen
Sanddünen zum sandboarden. Natürlich haben wir uns mal wieder verfahren,
doch waren wir laut GPS Daten nur 200 Meter daneben…..aber eine grosse
Düne dazwischen! Nein, die Sandbleche brauchen wir nicht!! So drehen wir
und fragen uns nach dem richtigen Weg durch.
Welch eine Enttäuschung, voller Touristen und Sandbuggies
und ein riesen Gestürm. Wir dürfen neben einem Hostel stehen und dort
die Toilette benützen. Für 2 Stunden Sandboarden verlangten sie 10
Franken…. Völlig unverhältnismässig, lassen wir es und bleiben unserem
Lieblingssport treu….wir fahren weiterhin Land Rover!
Im Restaurant treffen wir noch Cora und Jan, die wir
durch H+A in Cusco kennen gelernt haben. Die Welt ist doch klein.
So bleiben wir nur kurz und fahren Richtung Lima. Im
Nationalpark Paracas verbringen wir zwei Nächte. Beobachten die zig
Fischerboote und diversen Vögel. Lustig waren die Pelikane am fischen,
unglaublich wendig die grossen Vögel.
Entlang der Küste in dickem Nebel, ab und zu ein Blick
auf den Pazifik und auf die Dünen…..hässlich, so richtig trostlos. aber
für einmal sind wir völlig falsch, definitiv falsche Jahreszeit!! In
Lima bleiben wir eine Nacht, suchen eine Landy Garage, werden nach
langem Fündig. Wenigstens ein Vertreter. Wir lassen das Getriebe und die
Differenzialöle wechseln. Aufgesucht haben wir die Werkstatt, weil unser
lieber Landy Difföl verliert. Sie verrechneten uns zu viele Liter Öl und
bei der neuen Rechnung funktionierte die Tabellenkalkulation zu unseren
Gunsten!!!
Wir haben eigentlich nichts von Lima gesehen, aber der
Nebel, die düstere Stimmung und die Tatsache, dass es eine Weltstadt
ist, waren Gründe genug sofort abzuhauen. Nicht ohne in einem grossen
Einkaufszenter alles Mögliche einzukaufen!
Auf dem Weg nach Huaraz, übernachteten wir in Chancay auf
einer Tankstelle, hinten im Cochera, stellten unser Dachzelt auf und
genossen die Nacht. Mario hat sich am Morgen elend gefühlt, erste
Anzeichen einer Magen-Darm-Grippe. So starteten wir erst später und
fuhren direkt nach Huaraz. Im Hotel Andino, wurden wir von Jenny
herzlich Willkommen geheissen. Das Hotel gehört Mario, einem Schweizer
und Jenny leitet es seit x Jahren. Wir plaudern auf Schweizerdütsch. Sie
ist ein Energiebündel und total aufgestellt. Der Platz ist eigentlich
teuer, aber für Mario, der mit Dünnschiss kämpft, ist es ein Glück hier
zu sein.
Im Restaurant essen wir super, Mario Braten und
Kartoffelstock und ich ein Cordonbleu. Doch leider verlässt das feine
Essen Marios Darm immer noch sehr flüssig! Wir bleiben noch!
Hier haben wir wieder kabellosen Internetempfang und
surfen wie wild. Sogar die Telefonverbindung mit Guatemala, Chrigu
Reutiger klappt einwandfrei. Er freute sich sehr und wir müssten ihn
besuchen…… also hoch nach Norden!!! Auch haben wir Jürg, Nicole und
Russel per Webcam live gesehen und auch das schöne Wetter in Mannried.
Ebenso sind wir mit Transcord in Verbindung getreten, die
Adresse haben wir von Pfarrer Schafft. Sie suchen für uns soweit möglich
eine günstige und sichere Kreuzfahrt für die Galapagos Inseln.
Immer können wir doch nicht am PC sitzen und so machten
wir einen Ausflug zum Pasto Ruri Gletscher – endlich mal wieder Schnee
anfassen. Wir bestaunen die enormen Ananaspflanzen Puya-Raimondi, die
bis zu 100 Jahre alt werde und nur einmal blühen. Die Blätter sind mit
Zacken geschützt und schön verziert, unglaublich was die Natur zu Stande
bringt. Eine tiefblaue kleine, sehr tiefe Lagune, liegt auch auf dem Weg
und Steinmalungen, dann sind wir oben auf dem Parkplatz. Vor 20 Jahren
war der Gletscher noch hier…heute schmilzt er im Minimum 10 Meter im
Jahr!
Mario fühlt sich zu schwach auf 5000 hoch zu laufen, so
bleibt er im Landy und ich mache mich auf den Weg. Langsam laufen! Es
geht einfach und dann ist man zu schnell - kriegt keine Luft mehr und
fertig lustig ist der Ausflug.
Anfangs Gletscher hat es eine tauende Eishöhle mit einem
kleinen Wasserloch, glasklare Eiszapfen und eisblaues Eis. Nun steige
ich den Gletscher hoch, einzelne kleine Spalten sind gut sichtbar, wenig
Schnee, mit einer peruanischen Familie. Sie haben ein kleines Mädchen
dabei, mit ihr bauen wir einen Schneemann und blödeln im Schnee herum.
Ich geniesse das jungfräuliche Weiss und die immense Berglandschaft rund
um mich herum.
Zurück bei Mario, er hat sich gut erholt, fahren wir heim
zu Jenny. Haben Nachbarn erhalten, die Franzosen Silvie und Bernhard.
Wir verabschieden uns von Jenny und der peruanischen
Schweiz, lassen die vielen Wandermöglichkeiten und fahren kurz in den
Huascaran Nationalpark, sehen den mächtigen Berg stolz über uns thronen,
bevor wir zu den türkis schimmernden Lagunen kommen. Nach einer
unruhigen Nacht beim Parkeingang (viele Lastwagen) fahren wir durch die
enge Entenschlucht – Tunnels, schmal, tief und ständig die Möglichkeit
von fallenden Steinen und Geröll. Schon bald wird die Strasse besser und
sogar asphaltiert und wir erreichen Huanchaco, verschlafenes Dorf am
Pazifik. Parken im Huanchaco Garden und haben wireless, heisse Dusche
und Fondue zum z Nacht!
Wir organisieren unsere Galapagos-Ferien, versuchen
Angelika in Kolumbien zu erreichen und erkundigen uns über
Verschiffungsmöglichkeiten nach Mittelamerika.
Nun wartet die langweilige Maudpflichtige Panamericana
auf uns, neblig, verhangen, Wüste rechts und der Pazifik links, und viel
Müll. Diese Landschaft erleichtert uns die noch weite Fahrt zur
ecuadorianischen Grenze. Denn wir haben einen Termin……
So erzählen wir euch im nächsten Bericht alles von der
Spondylus….
Wir schicken herzliche Grüsse und bis bald
Stephanie u Mario mit Landy
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